Doping im Fußball - Die Ausnahmegenehmigungen der WM 2010 Spieler

fancy bears wm 2010 germanyDie Hackergruppe 'Fancy Bears' hat am Dienstag (22.08.2017) neue Dokumente veröffentlicht. Diesmal geht es - neben der Veröffentlichung von über 200 positive Doping-Proben im Jahr 2016 - vor allem um medizinische Ausnahmegenehmigungen (TUEs) im Fußball. Unter anderem zur Fußball-WM 2010 in Südafrika. Die Aufzählungen der Namen ist illustrer. Argentinier und Chilenen sind dabei, Italiener, ein Holländer. Dieser wurde unter Anderem auch im WM-Endspiel eingesetzt, als die 'Elftal' in der Verlängerung gegen Spanien mit 0:1 verlor.

Auch vier DFB-Spieler stehen auf der Liste. Alle vier - Christian Träsch, Dennis Aogo, Hans-Jörg Butt und Mario Gomez - sollen die Substanz Salbutamol gebraucht haben. Salbutamol ist ein Asthmamittel. Es steht auf der Dopingliste. Ein Gebrauch im Sport ist deshalb verboten. 

Weitere verbotene Medikamente die WM-Spieler durch die Ausnahmegenehmigungen eingesetzt haben sollen, waren - laut veröffentlichter Liste - Betamethason (u. a. fünf Spieler bei Argentinien) und Prednisolon. Beides sind Cortisonpräperate, denen in der Wirkung durchaus Dopingcharakter zukommt. Die neuen Enthüllungen werfen ein Licht auf eine bisher weitgehend geheime Ausnahmepraxis im Fußball. Wo Doping - wie TV-'Experten' von ARD und ZDF live erklärten - angeblich nichts bringen soll.

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TUE: Die umstrittene Ausnahmegenehmigung der Serena Williams

von Fred Kowasch und Ralf Meutgens

Venus gegen Serena Williams. So lautete das Frauen-Endspiel der Australien Open 2017. 36 Jahre alt, die eine. 35, die andere. Zwei Tennisstars, die erst jüngst mit dubiosen medizinischen Ausnahmegenehmigungen (TUEs) von sich reden gemacht haben. In 'Sport inside' vom 11. Dezember 2016 haben wir - zum Beispiel - über Serena Williams berichtet. Wörtlich heißt es dort im WDR-Sendetext des Filmes

tennis tue"Der Fall Serena Williams. Ihre jetzt bekannt gewordenen TUEs zeigen: die Olympiasiegerin durfte mehrfach Cortison einnehmen.  Auch zwischen den Grand-Slam Siegen von Paris und Wimbledon im Juni und Juli 2015. Im Gegensatz zu anderen findet sich auf der TUE bei ihr kein Hinweis auf eine Erkrankung. Sie selbst sagt dazu nichts."

Sieht man sich die erste - durch die Hackergruppe 'Fancy Bears' in Netz gestellte Medizinische Ausnahmegenehmigung von Serena Williams an - kommt man durchaus ins Grübeln. Einen Tag nach ihrem umstrittenen drei Satz Sieg im Halbfinale gegen Timea Bacsinszky durfte Serena Williams 40 mg Prednisolone oral einnehmen. Prednisolone ist ein Cortisonpräperat, dem in der Wirkung durchaus Dopingcharakter zukommt. 

Ausweislich des Dokumentes nahm Williams auch am Tag des Finales (6. Juni 2015) 40 mg des Cortisonpräperates ein. Das Finale gegen die Tschechin Lucie Šafářová gewann Williams nach 02:01 Stunden mit 6:3, 6:7 (2) und 6:2. Es war Williams 20. Grand Slam Titel. 

Auch am Tag nach dem zwei Stunden und eine Minute dauernden Damen-Finale von Paris nahm Williams die Dosis von 40 mg ein. Erst an den folgenden drei Tagen wurde die Dosis auf 20 mg Prednisolon reduziert. Diese Medikamentengabe legitimiert hat der Arzt der internationalen Tennis Federation (ITF), Dr. Stuart Miller. Datiert ist diese TUE für Serena Williams auf Montag, den 8. Juni 2015. (Sreenshot: Webseite wdr.de)

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Lost Places: Immerath - Ein Ort verschwindet. Wegen Braunkohle

Mit dem Finger auf andere zeigen. Bei der Klimapolitik. Für die Bundesrepublik Deutschland gibt es keinen Grund dafür. Denn weiterhin wird Braunkohle gefördert, werden Landschaften zerstört. In Ost, wie in West. Gerade wird der Ort Immerath dem Erdboden gleichgemacht. Immerath liegt nahe dem Tagebau Garzweiler II, im Rheinischen Braunkohlerevier. Ein Geisterdorf, in dem nur noch wenige Menschen leben. Wir waren dort. Haben uns umgesehen, ein bischen gefilmt. 'Back to the roots' - unser neues Hobby ....

LINK: HIER GEHT ES ZUR DEN FOTOS AUS IMMERATH ....

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Berlin-Tipps

berlin bei nacht
23.08. 19:00 Prater: Barbara Morgenstern, Masha Qrella, T.Raumschmiere, Cristian Vogel, F.s. Blumm, Gudrun Gut, Lucrecia Dalt, Pilocka Krach (Electro)
23.08. 19:30 Rummelsbucht: Baba Manouche (Gipsy Swing) 7e
23.08. 20:00 Acud: Jaakko Eino Kalevi  (SynthPop, Folk)
23.08. 20:30 Bassy Club: The Steepwater Band, The Grand Journey (Bluesrock, Folk, Fuzz Rock) 17e
23.08. 22:00 Wild at Heart: The Blue Ones (Rock`n`Roll/Blues) 0e
23.08. 23:59 Kosmonaut: Sylvie Maziarz, DeKai (Techno) 6e
23.08. 23:59 Watergate: Charlotte de Witte, Tijana T, Haai, Amine K (House)

24.08. 18:00 Rosis: Cody P (Techno/House)  0e
24.08. 20:00 Huxleys: Life Of Agony (Dark Rock, Metal) 39e
24.08. 20:00 Waldbühne: Volbeat (Rock, Metal) 
24.08. 20:30 Astra: Ty Segall (Garage Rock) 24e
24.08. 22:00 Duncker: Banana Roadkill (Alternative Rock) 0e
24.08. 22:00 Wild at Heart: Wild Ride (Rock)
24.08. 23:00 Berghain, Säule: Bok Bok, Girl Unit, Neana
24.08. 23:59 Watergate: Nick Curly, Matthias Meyer

25.08. 19:30 Schokoladen: Derbe Lebowski, Pleite, Tooth Decay (HC-Punk/Powerviolence) 7e
25.08. 21:00 Cortina Bob: Brandy Row & The Nightshades aka Radiodeadones (Punk)
25.08. 21:00 Kastanienkeller: Agnosy,  Nocturnal Scum (Crust)
25.08. 23.30 Gretchen: What So Not, Grzly Adams, Soulmind (Bass, Electronica) 12e
25.08. 23:59 About Blank: Melania, Nakhur, Akme, Thessa, Aitch, Sebastian Hansen, Kellerkinder Ostberlin (Techno)

26.08. 15:00 Zukunft am Ostkreuz: Her Golden Whip, Riders Connection, Mozaik, Blow!, Bambi Slaughter, Hindu, Cherry Bandora, Sugarpunch, Tiki Black (Ska, Soul, Rock, Blues, Funk)
26.08. 16:00 Altes Kraftwerk Rummelsburg: Interpol, Car Seat Headrest, Razz, Gurr, Giant Rooks, Abay (Post-Punk, Rock) 28e
26.08. 18:30 Zitadelle: Alligatoah (Hip Hop) 39e

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G-20: "Steine!"- Hinter den Wasserwerfern an den Landungsbrücken

von Fred Kowasch, Hamburg

"Alles ganz?! "Gesund geblieben?". "Überlebt?". Die Reaktionen nach so einem Hamburg-Ausflug sind vielfältig. Dabei wollte ich eigentlich nur am Hafen ein Fischbrötchen essen. Und ein paar Aufnahmen machen. Solche Riots laufen - im Prinzip - nach den gleichen Mustern ab. Und: hinter den Frontlinien ist es oftmals sehr ruhig. Da trifft man einen Anwohner, der mal schnell mit seinem Roller vorbei gekommen ist. Selbstverständlich filmt er auch. Mit dem Handy. Der Koch und der Kellner einer nahe gelegenen Pizzaria machen gerade Pause. Ihre Smartphones nicht. Hin und wieder fliegen von vorn ein paar Steine durch die Luft, prallen ab auf dem Asphalt. Im Gegenlicht sind sie gut erkennbar. "Ich würde hier nicht ohne Helm stehen." Jaja. 


Dann geht es voran. Die Wasserwerfer spritzen. Der Räumpanzer rollt - im Abstand von Hundert Metern - hinterher. Mittlerweile habe ich die Fußgängerüberführung erklommen. Da fragt mich ein TV-Reporter: "Wo sind wir eigentlich, hier?" Muß ein Profi sein. Der anschließend bei N24 auf Sendung geht. Unten explodiert ein Böller. Ein Polizist bricht zusammen. Die Menge johlt. Abseits liegen ein paar Beamte erschöpft am Boden. Ein Kollege hat sein Bild des Tages gemacht. Mit dem Teleobjektiv. Es wird später auf stern.de erscheinen. Ich schaue kurz, was ich gedreht habe, gehe zum Imbiss an die Landungsbrücken. "Ein Matjes-Brötchen bitte". "Drei Fünfzig". Hungrig beiße ich hinein. Der Tag ist ja noch nicht zu Ende.

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Sport inside Special: Falsches Spiel - Wettmanipulation Im Tennis

Ein Film von Benjamin Best, Fred Kowasch und Tom Mustroph
Sport inside Special, WDR Fernsehen, Sonntag, 7.5.2017, 22.05 - 22:35 Uhr

In kaum einem anderen Sport ist es so leicht zu manipulieren wie in der Einzelsportart Tennis. Der sogenannte "weiße Sport" kämpft seit mehr als zehn Jahren mit massiven Vorwürfen: Betrug, Manipulation, Vertuschung. Wettsyndikate, vor allem aus Russland, Südamerika und Italien, sind auf der Suche nach Tennisspielern, die für Geld Spiele manipulieren. Experten schätzen den weltweiten Umsatz bei Tennis-Wetten auf fünf Milliarden Euro. 

Im vergangenen Jahr haben die internationalen Tennisverbände 292 verdächtige Matches gemeldet. So viele wie nie zuvor. Mittlerweile kommen 80 Prozent aller verdächtigen Sportereignisse in Bezug zu Wettmanipulation aus dem Tennis. Seit Jahren stehen die internationalen Tennisverbände in der Kritik, zu wenig gegen die Manipulation zu unternehmen.



Vor allem Tennisturniere der zweiten bzw. dritten Kategorie, sogenannte Challenger- und Future-Turniere, sind für Betrug anfällig, weil hier das Schmiergeld höher sein kann als die geringen Preisgelder. "Die Wettbetrüger sind keine dummen Menschen, ganz im Gegenteil die wissen genau wen sie ansprechen müssen, wo die Saat auf fruchtbaren Boden trifft", erklärt Tennisprofi Andrea Petkovic gegenüber Sport inside. Sport inside trifft Ermittler, spricht mit Tennisprofis und stößt bei den Tennis-Weltverbänden auf eine Mauer des Schweigens.

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