"Wir sind das Volk" - Was macht PEGIDA und HoGeSa so attraktiv?

26.11.2014 - update
Mit 100 Teilnehmern startete am 14. März 1988 in Leipzig die erste Montagsdemonstration. Es war ein Schweigemarsch durch die Innenstadt an einem Messemontag. Im Anschluß an ein Friedensgebet. Gut eineinhalb Jahre später demonstrierten dort 300.000. Sie riefen: "Wir sind das Volk". Die DDR war auf dem Weg zur Geschichte.  

Gut 25 Jahre später rufen sie wieder: "Wir sind das Volk". Wieder Montags, diesmal in Dresden. Aus ein paar Hundert sind mittlerweile 7.000 Demonstranten geworden. Sie nennen sich 'Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes' (PEGIDA). Es ist eine Bewegung die zunehmend grösser wird, auch in anderen Städten finden ihre Forderungen Anklang. In Berlin und Chemnitz - Leipzig und Düsseldorf stehen demnächst auf der Demo-Liste. Nun beginnen Journalisten auch überregional zu fragen: Wer sind die Drahtzieher hinter den Demos?

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Berlin-Tipps

band 2
26.11. 20:00 Astra:  Bombay Bicycle Club, Childhood, Lucy Rose  25e
26.11. 20:00 Crystal: Wreckless Eric 18e
26.11. 20:00 So36: Tischlerei Lischitzki, Nervöus, Moloch (Punk) 6e
26.11. 21:00 Gretchen: Portico (Minimal, Jazz , Pop) 18e 
26.11. 21:00 Grüner Salon: For Free Hands, Wood & Steel Trio
26.11. 21:00 Lido: Sinkane, Nicholas Krgovich (Afrobeat, Electro, Soul) 19e
26.11. 22:00 Koma F: Curmudgeon, Derbe Lebowski (Power Violence)
26.11. 23:59 Suicide Circus: Sacha Robotti, Matteo Luis, Speak & Spell (House)
26.11. 23:59 Tresor: Invite, Antonio Vazquez, Miss Italia (Techno, House)

27.11. 20:00 Cortina Bob: Wild Eyes,  Bronco Libre 
27.11. 20:00 Magnet: King Tuff, Traumahelikopte (RnR, Garage) 16e
27.11. 20:00 SO36:  Bejaranos & Microphone Mafia  (Hip-Hop)
27.11. 20:00 Villa Elisabeth: Kwabs 20e
27.11. 20:00 Villa Kuriosum: Sternenlaub (Liedermacher)
27.11. 21:00 White Trash: Baretta Love (Punk, Garage)
27.11. 22:00 Duncker: Electric Guitars (Rock) 0e
27.11. 22:00 Kugelbahn: Allie, Nadine & the Prussians
27.11. 23:59 Wilde Renate: Brett Johnson, Hrdvsion, Adam Aalia

27.11. 23:59 About Blank: Monolith, Escape To Mars, Alex Jakupovic, Spaceinvasion (Techhouse)

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HoGeSa: Die Ereignisse von Köln im NRW-Polizeibericht

20.11.2014 - 15:05 Uhr (update)
Zehn Prozent der rund 4800 Teilnehmer der Demonstration von Köln am 26.10.2014 sollen "strukturell der rechtsextremistischen Szene angehörig" gewesen sein. Das geht aus einem aktuellem Bericht des NRW-Innenministeriums (pdf-download) hervor. nrw bericht innenministerium 20112014 seite 11 ausschnitt

Ein Zehntel der Teilnehmer. Gespräche mit Hooligans am Rande der HoGeSa-Veranstaltung von Hannover am vergangenen Samstag bestätigen diesen Eindruck der NRW-Polizei. Die Hools sprachen gar von "drei Viertel, ein Viertel". Und weiter in dem NRW-Bericht vom 14.11.2014: "Bei der Demonstration dominierten eindeutig Parolen und Gesänge aus der Hooliganszene" (siehe Seite 11 des Berichtes).

Dass sich Hooligans als 'rechtsoffen' und 'deutsch, national' verstehen, dürfte für Kenner der Szene nichts Neues sein. Unter denen, die sich auf dem 'Acker' zum Fight treffen sind u.a. auch Journalisten, Ärzte, Rechtsanwälte, Türsteher und Polizisten. Ein Querschnitt der Gesellschaft eben. 

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"Deutschland, Hooligans" - HoGeSa in Hannover

15.11.2014
Der zentrale Busbahnhof im Herzen von Hannover. 3000 Symphatisanten der Gruppe 'Hooligans gegen Salafisten' sind erschienen. Ein Dutzend Wasserwerfer stehen am Rand, zahlreiche Räumpanzer und mehr als 5000 Polizisten. Auch die Antifa will mitmischen. Wie es den den HoGeSa-Ordner dennoch gelingt, die Lage unter Kontrolle zu behalten, zeigen die folgenden Bilder ....

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Sport inside - Der Verfassungsschutz und die deutsche Fanszene

sport inside - 22.09.2014 - 22:45 Uhr - Enger Kontakt (Video on Demand)

Ein Film von Fred Kowasch und Ralf Meutgens

vs heimatschutz"Der deutsche Fußball ist bekannt für seine tolle Stimmung auf den Rängen. Doch auch Bilder von Pyrotechnik, Fangewalt und Polizei bestimmen seit Jahren das öffentliche Erscheinungsbild. Die Polizei hat in den Fankurven mehrerer Bundesländer V-Leute eingesetzt. Dass die Polizei mit nachrichtendienstlichen Methoden Informationen in der Fanszene sammelt, ist teilweise gesetzlich legitimiert.

Neu ist jedoch, dass sich nun auch hauptamtliche Mitarbeiter des Verfassungsschutzes für die deutsche Fußballfanszene interessieren. Dabei zählt dies nicht zu ihren Aufgaben. "sport inside" zeigt einen Film über Verfassungsschützer, die sich - unter Vorspiegelung falscher Tatsachen - das Vertrauen von Ultragruppen erschlichen haben. Die als Fanforscher versuchten, an mehreren Universitäten "anzudocken". Und für die sich nun auch parlamentarische Kontrollgremien des Bundestages interessieren." (Text WDR)

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Exklusiv: Auch ein zweiter Fanforscher ist VS-Mitarbeiter

masterarbeit 201124.09.2014
Auch ein zweiter Fanforscher, der jahrelang zum Thema Ultras recherchierte, arbeitet für den Geheimdienst. Das berichtet der Online-Nachrichtendienst interpool.tv mit Bezug auf das Hintergrundmagazin 'Sport inside' und eigene Recherchen. Bei dem Fanforscher handelt es sich um den Politikwissenschaftler Jannis Linkelmann. Linkelmann studierte an der Juristischen Fakultät der Ruhr Universität Bochum. Im Fachbereich Kriminologie und Polizeiwissenschaft schrieb er 2010/2011 seine Masterarbeit. Thema: "Analyse des Attraktivitätszuwachses der Nürnberger Ultra-Bewegung".

Zusammen mit dem Fanforscher Martin Thein - er wurde bereits vor einigen Monaten in dem Buch 'Heimatschutz' der Autoren Stefan Laabs und Stefan Aust als V-Mann-Führer des Bundesamtes für Verfassungsschutz in der rechtsradikalen Szene der 90er Jahre geoutet - gab Jannis Linkelmann Bücher zum Thema Ultras/Fußballfans heraus. Auch gründeten Sie die Internetplattform fankultur.com und initiierten ein Institut für Fankultur an der Universität Würzburg. Nach interpool.tv-Informationen arbeitet Linkelmann für das Bundesamt für den Verfassungsschutz in Köln. Diese Information geht auf mehrere - voneinander unabhängige - Quellen zurück.

Unterdessen hat sich auch die Bundestagsfraktion 'Die Linke' dem Vorgang angenommen. In einer Kleinen Anfrage vom 28. August wollte Sie Antworten auf die "Aktivitäten des Bundesamtes für Verfassungsschutz in Fußball-Fanszenen" haben (BT-Drucksache 18/2425). Die Antwort vom 12. September 2014 ist HIER zu lesen. 

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AKTUELL: "Nationalsozialistischer Untergrund"

04.11.2014
Drei Jahre nach dem seltsamen Tod von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos in einem Wohnmobil in Eisenach gibt es immer noch Fragen: Waren es nun drei, vier oder mehr? Ein lesenswertes Streitgespräch zwischen Clemens Binninger und Hans-Christian Ströbele. Beide saßen im NSU-Untersuchungs- ausschuss des Bundestages. Beide haben zunehmend Zweifel, ob die Anklage der Bundesstaatsanwaltschaft beim Prozeß in München noch haltbar ist ....  

15.10.2014
V-Mann 'Tarif' - ja, das ist der dessen Akten vom Bundesamt für Verfassungsschutz geschreddert wurden - hat seine Erinnerungen zu Papier gebracht. Trio-Urlaub-04-II  700x340,property=posterIn Der V-Mann, die Wahrheit und der Tod geht es um ein Gespräch im Frühjahr 1998, dass 'Tarif' mit seinem V-Mann-Führer führte. Und bei dem er ihm Hinweise zum Aufenthalt von Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe gab.

21.08.2014
Es ist - unter kundigen Journalisten - schon länger mehr als eine Vermutung. Das Wirken des NSU im Untergrund geschah mit gezielter Unterstützung deutscher Sicherheitsbehörden. Zu diesem Schluß kommt nun auch ein parlamentarisches Kontrollgremium: Thüringer Untersuchungsausschuss prangert NSU-Ermittlungen an. Der "Verdacht gezielter Sabotage oder des bewussten Hintertreibens des Auffindens der Flüchtigen" liege nahe, so zitiert die dpa vorab aus dem Bericht. Heute ist das 1800 Seiten umfassende Werk der Öffentlichkeit vorgelegt worden, am Freitag soll es im Thüringer Landtag diskutiert werden.

ZUM DOWNLOAD:

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Rechtradikale im Visier - Aus dem Alltag eines Spezialkommandos (1999, 30 min)

Ein halbes Jahr lang war 1999 interpool.tv mit Polizeikommissar Friedel Gromotka, Spitzname "Grobi", und Polizeiobermeister Axel Markus, unter Kollegen nur "Klumpen" gerufen, auf Streife. Rechtsradikale im Visier - eine 30 Minuten lange Reportage aus dem oft gefährlichen Arbeitsalltag von Deutschlands ältester Spezialeinheit gegen Rechts.



Neben Informationen in die Arbeit eines Mobilen Einsatzkommandos (MEK) gewährt dieser Film erstmals auch Einblicke in die Arbeit des Berliner Landeskriminalamtes. Zu einer Zeit, als sich die Ermittler durchaus bewusst waren, dass sich Teile der Rechtsextremen auch bewaffnen würden. Vor dem Hintergrund des Aufliegens des rechtsterroristischen Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) im November 2011 ist dieser Film von aktueller Bedeutung.

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Ten Years ago: Arafats Funeral (Doku, 32 min)

interpool.tv hat am 11. und 12. November 2004 - während der Beerdigung von Jassir Arafat - einige Photoreporter bei ihrer Arbeit in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten begleitet. Unter ihnen Kai Wiedenhöfer, Ivo Saglietti und Paolo Pellegrin - alle mehrfacher Gewinner des 'World Press Photo Award'. "Important shots" - ein 30minütiger Dokumentarfilm.

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