SPORT-TV-Rechte: Ein neuer Player am Markt ....

Und plötzlich entdecken sie ihr Herz für den kritischen Sportjournalismus. Dass es mit den attraktiven TV-Rechten bei den Öffentlich-Rechtlichen zu Ende geht, dürfte sich rumgesprochen haben. Beim ZDF schweigt man (noch), in der ARD gibt Sportkoordinator Axel Balkausky bei seinen Auftritten 'In eigener Sache' ein jämmerliches Bild ab. Mittlerweile mischt seit Januar mit DAZN ein Player den Markt auf, der sich sehen lassen kann. WTA-Tennis und Premiere League live, dazu die südamerikanische WM-Qualifikation. Gerade wird spekuliert, ob der neue Sender die Champions-League-Rechte erwirbt.

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Medien: Vom Journalismus in die Politik (und zurück)

Warum ist das Image von Journalisten derzeit so ramponiert? Komplett zu unrecht?? Schaut man sich die folgenden Fälle an wundert es nicht mehr, wenn auf Demonstrationen die Rede von den Staatsmedien ist. Ulrike Demmer, Steffen Seibert und, und, und. Die Fälle - im folgenden Beitrag des NDR-Medienmagazins Zapp aufgelistet - sind zahlreich. Und unvollständig. Es fehlt der Seitenwechsel des früheren Merkel-Sprechers Ulrich Wilhelm an die Spitze des Bayerischen Rundfunks (BR). Und der jüngste 'Aufstieg' des Redaktionsmitgliedes des ARD-Politikmagazins FAKT - Makus Frenzel -  an die Seite des Fraktionsvorsitzenden der Berliner SPD. Nachdem dieser 'Journalist' vorher über diesen Politiker für DAS ERSTE - überaus wohlwollend - berichtet hat. Bemerkenswert: Frenzel war Vorstandsmitglied von 'netzwerk recherche e.V.'. Ein Verein, der sich dem unabhängigen Journalismus verpflichtet sieht.

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Im Wortlaut: Die Bankrotterklärung des 'netzwerk recherche'

"Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

am Ende des Jahres bin ich ratlos. Denn es faellt mir wirklich schwer, zu erkennen, was nun im Rueckblick das wichtigste war im Journalismus. Worauf kommt es wirklich an in unserer Zeit, wo stehen wir. Dabei ist genau das doch tagein tagaus unsere Aufgabe: immer zu sagen, was das wichtigste ist und war.

Am Montagabend, als ein LKW in den Weihnachtsmarkt raste und zwoelf Menschen mit sich riss, ist es den Medien relativ gut gelungen - zu sagen, was war.  Weil sie naemlich auch gesagt haben, was sie nicht wissen. Jede Krisenlage, jeder Grosseinsatz, jeder Anschlag ist eine Herausforderung fuer unsere Glaubwuerdigkeit.

Wir sind in einer Phase, in der wir uns viel mit unserem Beruf und dessen Bedeutung beschaeftigen. Denn uns wird ein Spiegel vor Augen gehalten, in dem wir uns allerdings nicht wiedererkennen moegen. Die Luegenpresse, das sind wir doch gar nicht! Aber der Begriff klebt seit nunmehr einigen Jahren an uns und verfolgt uns auf Schritt und Tritt. Vielleicht weniger, weil er uns immer wieder neu entgegengehalten wird, sondern weil wir selbst nicht aufhoeren, uns mit ihm zu beschaeftigen - zurecht! Weil wir nicht aufhoeren, uns den Kopf darueber zu zerbrechen, wie wir das Vertrauen der Leser, Zuschauer und Hoerer wieder zurueckgewinnen koennen. Wie wir wieder "glaubwuerdig" werden - denn wir sind uns doch ziemlich sicher, dass wir doch vor allem: glaubwuerdig sind!

Haette die Tagesschau ueber den mutmasslichen Vergewaltiger aus Freiburg berichten muessen, eben weil er ein Fluechtling ist? Oder hat die Tagesschau zu Recht nicht berichtet, weil es nur einer von vielen vergleichbaren Faellen war, dieses Mal eben der eines Fluechtlings. Die Tagesschau hat sich dazu ausfuehrlich und mehrfach erklaert. Aber sie kann vermutlich erklaeren, was sie will. Sie wird diejenigen, die davon ueberzeugt sind, dass hier absichtlich totgeschwiegen werden sollte, im Leben nicht ueberzeugen.

Wir werden die Menschen, die uns Journalisten verachten, derzeit nicht erreichen - auch mit Engelszungen nicht. Tatsaechlich gibt es wenig gesellschaftliche Beruehrungspunkte zwischen uns und denjenigen, die sich von uns abgewendet haben. In unserer journalistischen Blase und Mediengesellschaft sind wir doch meist weit weg von Wutbuergern, sogar von ganz normalen Buergern. Wahrscheinlich waren es auch nicht die Wutbuerger allein, die den ersten Schritt zur Distanz gemacht haben, sondern auch die Journalisten selbst.

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Medien: ARD und ZDF - Olympia-Aus als Chance? (Zapp, NDR)

von Fred Kowasch

Sport im TV ist Unterhaltung. Die Sportschau: Massenbespaßung. Ihre Moderatoren haben mit Journalismus nicht viel gemein. Dies gilt auch für zahlreiche Kommentatoren, Redakteure und Sportchefs. Bei ARD und ZDF. Die Vereinsschals ihrer Bundesligisten zieren - nicht selten - das eigene Büro. Kritischer Sportjournalismus ist da fehl am Platz. Eine Sendung wie 'Sport inside' vom WDR auch. Rein in die ARD? Auf einen Prime-Time-Sendeplatz? Oder weiter so 'wursteln' wie bisher? Diese Diskussion ist längst überfällig. Der Film des Medienmagazins ZAPP stößt sie an ....

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Video-Tipp: Trump und die Journalisten (Zapp, NDR)

Sind dass Zeiten. Mit einer deutlichen Klatsche für die ach so unabhängigen Medien. Nicht nur, dass sie im Vorfeld fast einstimmig Wahlempfehlungen ausgaben. Manch einer erklärte - eine gewisse Hillary Clinton - schon vorab zur neuen US-Präsidentin, obwohl die Stimmenauszählung noch gar nicht abgeschlossen war. Immer mehr bestimmt im Journalismus der persönliche Wunsch die Inhalte der Berichterstattung. Es ist eine eigene Blase, ein Kokon, in dem sich heute viele Medienvertreter bewegen. Abgeschottet von der Wirklichkeit. Kein Wunder, wenn dann so ein Mist heraus kommt, die Glaubwürdigkeit auf der Strecke bleibt ....

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Klare Kante: Warum Horst Seehofer Recht hat ....

von Fred Kowasch

Mitte September 2016
Hat jemand wie Horst Seehofer Unrecht, weil er Horst Seehofer ist? Von der CSU kommt? Sein Vorschlag ARD und ZDF zusammenzulegen, ist zeitgemäß. Ihn muß man diskutieren! Kommen die Öffentlich-Rechtlichen Sender ihren Programmauftrag doch nur noch in Teilen nach. Haben die horrenden Ausgaben für Sportrechte längst die Schmerzgrenze erreicht. Dazu kommen Unsummen an Intendantengehältern, Ausgaben für Talk-Shows, die Beschäftigung sogenannter Sportexperten und Moderatoren. Ein rätselhaftes Dickicht, dass sich gegen Transparenz wehrt.


Es ist eine wahre Geschichte aus 'goldenen' Zeiten des deutschen Tennissportes. Von Kollegen mit funkelnden Augen gern beim Bier erzählt. Im kalten deutschen Winter, immer dann wenn die 'Australien Open' anstanden, packten ein paar Sport'journalisten' ihre Köfferchen und jetteten - selbstverständlich Erste Klasse - nach 'Down Under'. Es waren die 'goldenen Zeiten' von Steffi Graf und Boris Becker. Anschließend hingen die WDR-Mitarbeiter noch ein paar Urlaubstage unter australischer Sonne dran. 

Heute käme das in der Öffentlichkeit sicher nicht mehr so gut an. ARD und ZDF stehen unter Legitimationszwang. Viele Gebührenzahler haben schlicht den 'Kanal voll' von Fußball, Fußball, Fußball. Sie können es auch nicht begreifen, warum zu Olympia, zur Fußball-WM und EM, zur Leichtathletik-WM und EM jeweils zwei verschiedene Sportredaktionen um die halbe Welt fliegen müssen. Journalistisch macht dies keinen Sinn.

Sie können es auch nicht verstehen, warum  sich ARD und ZDF - für ein paar flapsige Bemerkungen, in der Regel leicht 'dahergerotzt' - zum Beispiel Experten wie Mehmet Scholl und Oliver Kahn halten. Ausgestattet mit nicht bekannten Beträgen, über deren Höhe munter spekuliert wird. Warum ist es so schwer, diese Gelder öffentlich zu machen? Oder auf diese Experten zu verzichten?! Sportjournalisten sollten die Analyse eines Fußballspieles noch von allein gelingen. Es gehört ja schließlich zu ihrem Job.

Wie soll man selbst noch glaubwürdig Behörden 'in die Mangel nehmen'
- nach Einsicht und Auskunft in interne Unterlagen verlangen -
wenn der eigene Sender einer Transparenz so ungenügend nachkommt?
Das ist ein klares Problem.
Vor allem im investigativen Journalismus. 

Der bei ARD und ZDF aktuell auf dem Zahnfleisch geht. Wo sind sie denn, die kritischen Filme zur mehr als seltsamen Amtsausübung des Bundesjustizministers? Wo die Hintergrundberichte, die das Amtsverständnis der Bundeskanzlerin analysieren? Den Grundgesetzbruch des BND zum Thema haben? "HALLO?!": Sendet 'Frontal 21' (ZDF) überhaupt noch?

Vor vier Jahren machte der Begriff "Demokratie-Abgabe'" von Jörg Schönenborn öffentlich die Runde. Damit wollte der damalige WDR-Chefredakteur die GEZ-Gebühr legitimieren. Heute lacht man im Sender über sein Wortspiel nur noch. Es ist Zeit, dass sich etwas ändert!

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Merkel-PK: 'Eier haben'. Oder die Frage zum Rücktritt (Reblog)

Ende Juli 2016
Es gibt in der Bundespressekonferenz kaum noch welche, die ihren Job auch ausüben. Präzise, harte Fragen stellen. 'Eier haben'. Thilo Jung ist so einer (komisch, dass den keiner bei ARD und ZDF einstellen will), eine holländische Journalistin und Dieter Wonka - Der Mann mit den Fragen. Einst Hauptstadtkorrespondent der Leipziger Volkszeitung, bestens vernetzt und immer für eine Schlagzeile gut. Von ihm kam die Frage zum Rücktritt Merkels.

Merkel hat harte Fragen nicht gern. Das sieht man ihr - immer noch - an. Als stellvertretende DDR-Regierungssprecherin verlor sie schon mal die Nerven, blaffte in Pressekonferenzen Journalisten im SED-Style an. Auch heute beantwortet sie prekäre Fragen nicht. Ihr jüngster Auftritt vor der Bundespressekonferenz wirkte autistisch, wie aus einer anderen Welt. Als sei die planlose Aufnahme von Zuwanderern - elf Monate vorher - gesellschaftlicher Konsens gewesen: "Die Entscheidung, die wir alle gemeinsam getroffen haben ....".

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