Dokumentarfilm: 'Inside HogeSa' - Von der Strasse ins Parlament (92 min, 2018)

'Inside HogeSa' ist eine Dokumentation, die der Frage nachgeht: welche Folgen hatte die Demonstration der 'Hooligans gegen Salafisten' (HogeSa) vom 26.Oktober 2014 in Köln? Als 5.000 Menschen auf die Straße gingen. Was wurde aus den Protagonisten? Ausführlich kommen Beteiligte zu Wort. Unter Ihnen Hools und Mitglieder des 'HogeSa'-Teams. Aber auch Fanforscher, Politikwissenschaftler, 'Pegida'-Organisatoren.


Dreieinhalb Jahre lang haben wir an dem Thema gearbeitet. Dutzende Kundgebungen und Demonstrationen besucht. Vor Ort mit den Beteiligten gesprochen. Entstanden ist ein 92 Minuten langer Dokumentarfilm, der einen Einblick in eine Szene gibt, den es so noch nicht gab. Wem der Trailer gefällt, kann sich gern den kompletten Film ansehen. Er kostet 4,99 (Ausleihe 48 Stunden) und 9,99 Euro (all). Wir haben die Dokumentation mit insgesamt 10.000 Euro selbst finanziert. Auf Crowdfunding, Filmfördergelder oder eine Co-Finanzierung öffentlich-rechtlicher TV-Sender wurde - aus Gründen der redaktionellen Unabhängigkeit - verzichtet.

Hinweis: wer den Film kauft, bekommt ungeschnittene Interviews zu sehen. Und Zugang zu einem 15 Minuten längeren 'Directors Cut', der aktuell fertig gestellt wurde.

Aktuell: Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)



09.12.2015
Nach zweieinhalbjährigen Schweigen im Prozeß vor dem Münchener Landgericht sagte Beate Zschäpe heute aus. In der 53seitigen Erklärung, die von ihrem Anwalt Mathias Gansel verlesen wurde, berichtete sie von ihrer Kindheit. Wie sie später zunächst Uwe Mundlos, dann Uwe Böhnhardt kennengelernt hatte. Über ihren Einstieg in die rechte Szene Jenas, den Weg in den Untergrund. "Mir war klar, dass es keinen Rückweg ins bürgerliche Leben gab." Zschäpe gestand, vom ersten Raubüberfall ihrer Freunde Mundlos und Böhnhardt in Chemnitz gewusst zu haben.Zschäpe bestätigte auch, dass Mundlos und Böhnhardt die NSU-Morde im Jahr 2001 verübt haben. Sie sei daran jedoch nicht beteiligt gewesen. Auch den Bombenanschlag auf ein Kölner Geschäft im Januar 2001 hätten ihre beiden Freunde durchgeführt. Böhnhardt habe die Bombe - in seinem Zimmer - gebaut.

Beate Zschäpe bestätigt, daß Mundlos und Böhnhardt die Polizistin Michèle Kiesewetter am 30. April 2007 in Heilbronn töteten, ihren Kollegen schwer verletzten. Sie wollten deren Pistole haben, heißt es in ihrer Aussage. Auch davon habe sie nichts gewusst. Wie von den anderen Morden und Bombenanschlägen. Zschäpe bestreitet, gleichberechtigtes Mitglied des 'Nationalsozialistischen Untergrundes' (NSU) gewesen zu sein. "Der NSU war allein eine Idee von Uwe Mundlos."

Vor Gericht gestand die heute 40jährige, am 04. November 2011 ihre Wohnung in der Zwickauer Frühlingsstrasse in Brand gesetzt zu haben. Zuvor hätte sie mehrfach bei ihrer Nachbarin geklingelt. Niemand habe ihr geöffnet. In der Erklärung heisst es weiter: "Ich entschuldige mich aufrichtig bei allen Opfern und Angehörigen von Opfern."

Beate Zschäpe steht in München seit dem 06. Mai 2013 vor Gericht. In der Anklage wirft ihr die Bundesanwaltschaft Mitgliedschaft in einer 'Terroristischen Vereinigung' (NSU) vor, die Beteiligung an zehn Morden, mehrfachen versuchtem Mord, die Mittäterschaft an 15 bewaffneten Raubüberfällen und besonders schwere Brandstiftung. 

15.06.2015
Und wieder wird ein VS-Spitzel enttarnt. Johann Helfer, vorbetrafte Neonazi, geführt vom Landesamt Nordrhein-Westfalen. Er gehörte zu den Verdächtigen des NSU-Anschlages in der Kölner Probsteigasse am 19. Januar 2001 - Die dubiosen Ermittlungen zum Kölner Neonazi "Helle". Und: sie werfen ein etwas anderes Licht auf den unerwarteten Rückzug der NRW-Verfassungsschutzchefin Mathilde Koller vor drei Jahren.

29.04.2015
Aussteiger will reinen Tisch machen. Er ist einer der ersten aus dem Umkreis des Nationalsozialistischen Untergrundes, der vor Gericht Klartext spricht - Zeuge belastet Ralf Wohlleben schwer. Der Jenenser Ex-Skin Kai D. beschreibt, wie er dabei war, als im April 1996 an einer Autobahnbrücke über die A 4 eine Puppe mit einem Davidstern aufgehängt wurde. Und wie er später vor Gericht log, Zschäpe, Böhnhardt, Mundlos und Wohlleben ein Alibi verschaffte.

22.04.2015
Gordon Meyer-Plath. Heute Chef des Verfassungsschutzes in Sachsen. In den 90er Jahren war er in Brandenburg V-Mann-Führer. Dort traf sich mit einem verurteilten Rechtsextremisten, der ihm brisante Informationen lieferte - Spitzel des Verfassungsschutzes war nah an den Terroristen dran. Zwischen August und September 1998 lieferte der V-Mann mit dem Decknamen 'Piatto' fünf Berichte. Dass sich die Untergetauchten Waffen und neue Papiere beschaffen, ins Ausland absetzen wollten. Vorher sei geplant, eine "weitere Bank" auszurauben. Meyer-Plath gab die Informationen, wie er heute am 199. Verhandlungstag des NSU-Prozesses vor dem Münchener Landgericht als Zeuge sagte, weiter. An das Bundesamt für Verfassungsschutz, an die Landesämter in Thüringen und Sachsen ....

22.02.2015
Was verschweigt Verfassungsschützer Andreas T.? Ja, was verschweigt Herr Themme?! Was er in der Tasche hatte, als er zum Internetcafe ging? Was er wirklich dort gesehen hatte? Über was er bereits im Vorfeld informiert war? Wie Ihn seine Kollegen 'präparierten', bevor er bei der Polizei als Beschuldigter in einem Mordverfahren aussagten mußte? Was der hessische Innenminister Volker Bouffier wirklich wußte ....

10.02.2015
Akten über V-Mann wieder aufgetaucht. Neunhundertdreiundachzig Blatt Papier. Treffberichte des BfV-Spitzels 'Tarif' aus den Jahren 1995 bis 2001. Das berichtet die Berliner Zeitung, mit Bezug auf eine Anfrage der 'Linken'-Bundestagsfraktion. Was für ein Wunder. Und kennzeichnend dafür, wie Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen sein Amt unter Kontrolle hat. Jetzt darf man sich auf die Details freuen.

03.12.2014
"Die Szene war der Ansicht, dass das jetzige System der Bundesrepublik irgendwann zusammenbricht und es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen kommt". Sagt der Verfassungsschutz-Spitzel Carsten Szczepanski am 167. Verhandlungstag vor dem Münchener Landgericht. Das schizophrene Leben des V-Mannes 'Piatto' oder "für den Tag X wollte man sich vorbereiten".

04.11.2014
Drei Jahre nach dem seltsamen Tod von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos in einem Wohnmobil in Eisenach gibt es immer noch Fragen: Waren es nun drei, vier oder mehr? Ein lesenswertes Streitgespräch zwischen Clemens Binninger und Hans-Christian Ströbele. Beide saßen im NSU-Untersuchungs- ausschuss des Bundestages. Beide haben zunehmend Zweifel, ob die Anklage der Bundesstaatsanwaltschaft beim Prozeß in München noch haltbar ist ....

15.10.2014
V-Mann 'Tarif' - ja, das ist der dessen Akten vom Bundesamt für Verfassungsschutz geschreddert wurden - hat seine Erinnerungen zu Papier gebracht. In Der V-Mann, die Wahrheit und der Tod geht es um ein Gespräch im Frühjahr 1998, dass 'Tarif' mit seinem V-Mann-Führer führte. Und bei dem er ihm Hinweise zum Aufenthalt von Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe gab.

21.08.2014
Es ist - unter kundigen Journalisten - schon länger mehr als eine Vermutung. Das Wirken des NSU im Untergrund geschah mit gezielter Unterstützung deutscher Sicherheitsbehörden. Zu diesem Schluß kommt nun auch ein parlamentarisches Kontrollgremium: Thüringer Untersuchungsausschuss prangert NSU-Ermittlungen an. Der "Verdacht gezielter Sabotage oder des bewussten Hintertreibens des Auffindens der Flüchtigen" liege nahe, so zitiert die dpa vorab aus dem Bericht. Heute ist das 1800 Seiten umfassende Werk der Öffentlichkeit vorgelegt worden, am Freitag soll es im Thüringer Landtag diskutiert werden.

ZUM DOWNLOAD:

 

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07.08.2014
Das "größtmögliche Unglück" ist nicht etwa ein Mord, sondern dass ein V-Mann des Inlandsgeheimdienstes 'auffliegen' könnte. Verfassungsschutz soll Arbeit der Polizei behindert haben - ein paar Details zu den seltsamen Vorgängen in Kassel. Die deutlich zeigen, wer hier wem etwas zu sagen hatte. 

Tod des V-Mann "Corelli", die Verbindungen des Spitzels "Tarif", der Polizeiführer von Michele Kiesewetter ein Klu-Klux-Klan-Mitglied. Die Merkwürdigkeiten häufen sich. Im Namen der Vertuschung - warum ein weiterer Untersuchungsausschuss des Bundestags in Sachen NSU not tut.

18.06.2014
Der Tod der Polizistin Michèlle Kiesewetter am 25.04.2007 in Heilbronn.  Damals lief in der Stadt auch eine Operation eines amerikanischen Geheimdienstes. Darüber wollten die Amerikaner nun gegenüber deutschen Behörden Auskunft geben. Von denen hiess es nun: kein Interesse. Das große Schweigen - mehr Details in diesem sehenswerten Film von 3sat-kulturzeit.

21.05.2014
"Das Aktenschreddern war Vorwand und diente der Vertuschung". Das mehr als 800-Seiten-Werk 'Heimatschutz' befasst sich mit der Rolle des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Der Aktenvernichtung, den V-Leuten, dem Schweigen. Autor Dirk Laabs im Interview.

20.05.2014
Der V-Mann und der Innenminister. Was wusste Themme, welche Rolle spielte Bouffier?! Hessen: Landtag beruft Untersuchungs-ausschuss. Auch in Hamburg, NRW und in Baden-Würtemberg gibt es derartige Planungen. Unterdessen haben Mitglieder des NSU-Untersuchungsausschusses des Bundestages ihre Einschätzung zum Tod der Polizistin Michelle Kiesewetter revidiert - U-Ausschuss zweifelt eigenen Bericht an. Der NSU konnte sich auf ein Netz von Symphatisanten und Helfern verlassen. Wie konkret das aussah: Thüringer LKA observierte offenbar NSU-Kurierdienste.

11.03.2014
Die getötete Polizistin Michèle Kiesewetter soll als verdeckte Ermittlerin in der Rauschgiftszene gearbeitet haben. Das wurde während der Anhörungen im Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss bekannt. Außerdem berichtet dort eine ehemalige Polizistin wie zwei Männer ihre Aussage im Vorfeld verhindern wollten - Rästelhafte Zeugin, rechte Verbindungen.
Und: wie gross war der NSU wirklich? Spuren ins Nichts - über schwedische Mobilfunknummern und identische DNA-Codes.

25.02.2014
Ein Monat lang soll das Handy von Uwe Böhnhardt 1998 - kurz nach dem Untertauchen des Trios - überwacht worden sein. Die Protokolle wurden anschließend - so berichtet es das ARD-Magazin FAKT - von der Staatsanwatschaft gelöscht oder ignoriert. Warum das Handy damals von den Ermittlern nicht geortet wurde, ist unklar.

10.02.2014
Der NSU, die V-Leute und Polizisten die gern Klu-Klux-Klan spielen. Dazu gibt es jetzt in Baden-Würtemberg eine ministerielle Abhandlung. Vager Bericht statt umfassende Aufklärung - den notwendigen Untersuchungsausschuss ersetzt er nicht.

30.01.2014
Nazi-Spitzel "VB 598". Nun hat den LKA-Informanten auch der Berliner Innensenator bestätigt.

28.01.2014
Da fahren zwei Berliner LKA-Mitarbeiter nach Thüringen. Sie suchen einen ehemaligen Neonazi. Sie wollen ihn beruhigen. Ihm mitteilen, wie sie Polizeiakten geschwärzt haben, er deshalb bei einer Befragung vor einem Untersuchungsausschuß nichts mehr zu befürchten hat. Das behauptet zumindest Nick G. - in einem Interview im Dezember 2013. Nun hat der Vorgang am Montag in Berlin für einige Aufregung gesorgt - Militanter Ex-Nazi soll Berliner V-Mann sein. Aufklärung darüber soll es am Donnerstag geben. Das Interview findet sich hier. Ab Minute 41:30 wird es so richtig spannend ....

10.12.2013
Da treffen sich an einer Ampel in Jena zwei alte Schulkameraden. Fahren auf den Parkplatz, unterhalten sich. Einer von ihnen ist Uwe Böhnhardt. Der andere wird diese Begebenheit später weiter erzählen, denn sein frühere Kumpel ist im Jahr 2003 immer noch zur Fahndung ausgeschrieben. Die Information erreicht das LKA Thüringen. Dort passiert - NICHTS! Klingt unglaublich. Ist es aber nicht. Es folgt ein Film des ARD-Politikmagazines 'Report / Mainz', der mittlerweile zu einer Sitzung des Thüringischen NSU-Untersuchungsausschusses geführt hat.

12.11.2013
"Die drei waren in panischer Angst" - Zum ersten Mal äußert sich der Vater von Uwe Mundlos öffentlich. Vor dem Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss auf die bei der Garagendurchsuchung am 26. Januar 1998 gefundene Liste mit 30 Namen angesprochen: "Das ist doch keine NSU Netz, das ist ein Verfassungsschutz Nest!".

In einer weiteren Anhörung eines Verfassungsschutzmitarbeiters wurden die 13 Observationen des Thüringer Landesamtes im Jahr 1998 bekannt. Auch wie man den bekannten Neonazi - und NSU-Kontaktmann - Ralf Wohlleben in Jena aus den Augen verlor. Wie man den Eltern von Uwe Böhnhardt garantierte, sie nicht zu überwachen ....

08.10.2013
Zielfahndung im Niemandsland - warum die Suche von Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe nicht unbedingt oberste Priorität hatte.

01.10.2013
Der nächste Verfassungsschutzspitzel wird enttarnt - V-Mann mit Verbindung zum NSU-Umfeld. Vorgänge wie bei der Mafia - Wichtiger Zeuge im Auto verbrannt.

29.09.2013
Nicht fürs Protokoll -
auch in Dortmund wollte die Polizei nicht ermitteln.

10.09.2013
Die Zeugenbefragungen im Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss gehen weiter. Und sie offenbaren Interessantes. Details zu der Operation "Rennsteig" des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) zum Beispiel. 'Tinte', 'Tonfall', 'Treppe', 'Tusche', 'Tarif', 'Tobago', 'Tonfarbe' - mindestens sieben Spitzel hatte das BfV in 'Thüringen's rechtsextremer Szene sitzen. Rein 'zufällig' wurden deren Akten beim BfV am 11.11.11 geschreddert. Ein ganz normalen Behördenfreitag, an dem in Köln Faschingsauftakt war.

10.09.2013
Die Zeugenbefragungen im Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss gehen weiter. Und sie offenbaren Interessantes. Details zu der Operation "Rennsteig" des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) zum Beispiel. 'Tinte', 'Tonfall', 'Treppe', 'Tusche', 'Tarif', 'Tobago', 'Tonfarbe' - mindestens sieben Spitzel hatte das BfV in 'Thüringen's rechtsextremer Szene sitzen. Rein 'zufällig' wurden deren Akten beim BfV am 11.11.11 geschreddert. Ein ganz normalen Behördenfreitag, an dem in Köln Faschingsauftakt war.

Weiter kommt raus, dass der Thüringer Verfassungsschutz - über Mittelsmänner - den drei Untergetauchten Geld zukommen ließ. Damit sollten sie sich neue Pässe besorgen, wie der ehemalige VS-Vize im Thüringer Ausschuß sagte. Es sei aber auch durchaus möglich, dass davon die spätere Mordwaffe bezahlt worden wäre. Weiterhin wird bekannt: der Thüringer Verfassungsschutz hat die Eltern Böhnhardts vor einer Abhöraktion der Polizei gewarnt. Und: ein neuer VS-Spitzel fliegt auf. Rein zufällig ein ehemals hoher NPD-Funktionär. Einfach die Zusammenfassung der Zeugenbefragung lesen, es lohnt sich.

22.08.2013
„A [= Thorsten Heise]: Schön zu wissen, dass der Verfassungsschutz die nationale Bewegung in Thüringen aufgebaut hat. Das ist schon... ja... sehr cool.

B: lch hoff ja, n bisschen was, hab ja auch ich gemacht, also.“2314
2314) Auswertungsvermerk des BKA vom 21. November 2012, MAT A GBA-12, S. 58.

Gespräch zwischen dem Rechtextremisten Thorsten Heise und dem V-Mann Tino Brandt. Zitat aus dem vorläufigen Abschlußbericht des Bundestags-Untersuntersuchungsausschuß zum 'Nationalsozialistischen Untergrund', der am vergangenen Donnerstag (22.08.2013) Veröffentlicht wurde. Der Download findet sich HIER:

Interessant sind die Passagen ab Seite 259. Darin geht es um die V-Leute des Verfassungsschutzes, zum Beispiel um bereits erwähnten Tino Brandt:

„Kollegen aus der EG „TEX“ haben eine Durchsuchung in Coburg seinerzeit realisiert, und üblicherweise findet das ja gegen 6 Uhr morgens statt. Und wenn man dann hinkommt und jemand dann schon sozusagen mit der Kaffeetasse in der Hand auf einen wartet, ist das nicht der übliche Zustand. Und wenn man dann noch einen Untersuchungsgegenstand wie einen Rechner sucht und dann in der ganzen Wohnung nur ein Uraltmodell ohne Festplatte findet, dann ist das schon sehr - - mit sehr vielen Fragen behaftet. ...."  Jürgen Dressler, Erster Kriminalhauptkommissar (EKHK) des Thüringer LKA

Daneben erfährt man noch wie ein Thüringer Behördenleiter einen anderen Verfassungsschutzmitarbeiter abhören ließ, wie das Berliner LKA mitmischen wollte und welche Akten am 11.11.11 in Köln vernichtet wurden. "Am 11. November 2011 wurden fünf Akten der Operation „Rennsteig“ und zwei weitere Akten über V-Leute vernichtet; lediglich eine V-Mann-Akte der Operation „Rennsteig“ wurde nicht vernichtet " (S.114)

Bestes Material, wie der Staat mit Rechtextremen umgeht. Stellenweise unfassbar .... 

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ZUM DOWNLOAD:

08.08.2013
„Die sind gar nicht so weit weg und denen geht es eigentlich ganz gut.“
Da wusste der Thüringer Verfassungsschutz wohl mehr - Behörden sollen NSU-Trio gedeckt haben.

27.06.2013
Da waren es schon drei: Noch ein V-Mann des Berliner LKA im Umfeld des NSU.
Wird langsam mal Zeit für einen Untersuchungsausschuss. Vernichtung von NSU-Akten bleibt ohne Folgen. Hätte man etwas anderes erwartet?!

18.06.2013
Autoname als Eselsbrücke - ein bayerischer Kriminalbeamter erinnert sich. Demnach soll ein ostdeutscher Verfassungsschutz schon 2007 über die NSU informiert haben. Wenn dies so ist, dann wäre dies nicht nur eine erstaunliche Neuigkeit, sondern auch eine politische Sensation. Interessante Details gibt es auch aus dem - eigentlich abgeschlossenen - NSU-Untersuchungsausschuß des Bundestages. Täuschung und Augenwischerei. Da erinnert sich eine, eigentlich krank geschriebene Mitarbeiterin, wie sie am 11.11.2011 (ein Faschingsfreitag) im Kölner Bundesamt regelrecht zur Aktenvernichtung aufgefordert wurde.

05.06.2013
"Es ist nicht, was nicht sein darf" - Gravierender Fehler bei NSU-Fahndung.

22.05.2013
Der Sächsische Verfassungs'schutz' soll im April 2000 treffend analysiert haben, welche Gefahr von den drei Unter- getauchten aus Jena ausging. Rechter Terror - das berichtet das ARD-Magazin Report/Mainz mit Verweis auf einen geheimen Bericht. fahndungsplakat 1998Auch andere VS-Behörden - unter ihnen das Bundesamt - sollen Kenntnis von diesem zweiseitigen Papier gehabt haben.

14.05.2013
Dass die Trennung zwischen Verfassungsschutz und Polizei ein Mär ist, ist nicht nur Insider längst bekannt. Besonders schöne Details, kann man dazu nun in einem Thüringer Blog nachlesen. Auch wie in der Vergangenheit VS-Überwachungsoperationen abliefen. Dazu gibt es noch ein paar lesenswerte Einzelheiten zur Gargendurchsuchung am 26. Januar 1998. Dem Tag, an dem Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos im Untergrund verschwanden.

23.04.2013
Berliner Polizei soll V-Mann-Infos für sich behalten haben. Vom Umgang mit Quelle "VP 562".
Herbe Kritik am LKA Berlin - die nächste 'Strafvereitelung im Amt'.

16.04.2013
Meyer-Platz verteidigt sich vor NSU-Untersuchungsausschuß
.
Details zum brandenburger V-Mann 'Piatto', der 1998 Informationen zu den drei Untergetauchten lieferte.

07.04.2013
V-Mann des Verfassungsschutzes half flüchtigen NSU-Terroristen bei Autopanne.
Weitere drei VS-Spitzel des Bundesamtes bewegten sich "im näheren Umfeld" des Trios.

01.03.2013
LKA gegen BKA im NSU-Ausschuss. Wollte man vielleicht gar nicht ermitteln .....
Verdacht auf Täuschung der Justiz - nun steht auch der Brandenburger Verfassungsschutz im Mittelpunkt der parlamentarischen Aufklärung. Im NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages kamen aber auch noch mehr Merkwürdigkeiten ans Licht - Führerlose V-Mann-Führung. Mittlerweile ist auch eine zweite Adressliste führender Neonazis aufgetaucht, die bei der Durchsuchung einer Garage in Jena am 26. Januar 1998 gefunden wurde. Weiteres Behördenversagen aufgedeckt - wie bundesdeutsche 'Sicherheits'dienste bis heute eine Aufklärung behindern.

01.02.2013
"Gut, ist dann natürlich schon sehr praktisch, wenn ich einen Tag vorher weiß, dass die kommen." Der Feind hört mit. Telefonprotokolle eines VS-Spitzels über seine Zusammenarbeit mit einer deutschen Behörde. Kommissar Ahnungslos erzählt - über die Arbeit Thüringer Zielfahnder. Zehn Morde, zwei Sprengstoffanschläge, 15 Überfälle - im April soll vor dem Oberlandesgericht in München der Prozeß gegen Beate Zschäpe beginnen.

27.01.2013
Die "Spätzles" der Terrortruppe - wie der NSU in Stuttgart und Ludwigsburg agierte ....

19.01.2013
Thüringer Justiz verdächtigte Verfassungsschutz der NSU-Unterstützung. Langsam ergibt sich ein Bild.
Brandenburger V-Mann in NSU-Affäre verstrickt - Detail en Detail ....

21.12.2012
"Wir brauchen viel Geld und einen Videorecorder" - der NSU in Chemnitz (Sachsen). Kein Ermittler weit und breit ....

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ZUM DOWNLOAD:
Das Gutachten der unabhängigen Kommission zur Überprüfung der Arbeit der Thüringer Behörden und Staatsanwaltschaften in Bezug auf die 'Zwickauer Zelle (pdf).

 

17.11.2012
Heimliche Drahtzieherin statt nur "Nazi-Braut" - erste Details aus der Anklageschrift. Sie zeigen vor allem eines: wie dünn die Beweislage der Generalbundesanwaltschaft gegen Beate Zschäpe sein muß. Wie akribisch der NSU seine Morde plante - weitere Einzelheiten aus dem 488-Seiten-Dokument.

08.11.2012
Dünn und konstruiert - Bundesanwaltschaft erhebt Anklage im 'NSU'-Verfahren.
Das nächste "Mißverständnis": Schreddern unter Expertenaufsicht. Oder 'Vernichten von Beweismaterial'.

 

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04.11.2012
Rechte V-Leute offenbar systematisch vor Strafverfolgung geschützt. De facto organisierte der Staat im Jahr 1994 - zum Beispiel - eine Aktionwoche zum Gedenken an den Hitler-Stellvertreter Rudolf Hess. „Wir haben zeitweise sogar überlegt, eine eigene Polizeiabteilung im Klan zu gründen. Interessenten gab es genug.“  Die Beichte der Kaputze - der Ex-Chef des deutschen Ku-Klux-Klan packt aus. Den Opfern schuldig - Einblicke in die Arbeit des Berliner Untersuchungsausschuss. Wie hohe Beamte die Öffentlichkeit verhöhnen.

17.10.2012
Tipp vom Geheimdienst - Verfassungsschutz half deutschen Ku-Klux-Klan.
Fränkischer Neonazi im NSU-Umfeld? Die Arbeit von - mittlerweile vier - Untersuchungsausschüssen zeigt Wirkung.

15.10.2012
Im Ku Klux Klan waren noch mehr Polizisten - aha. Die heikle Verfassungsschutz-Operation "Terzett" - wie in Sachsen über Jahre weiter ermittelt wurde. 162 Seiten Hass - das Konzept der 'Stadtguerilla' als Vorbild.

10.10.2012
Verfassungsschutz findet kaum neue V-Leute - Ach Gottchen .... Sollte NSU-Laster gestoppt werden?
Die Hundertschaft des NSU - die Zahl der direkten Unterstützer des 'Nationalsozialistischen Untergrundes' soll größer als bisher angenommen sein. Darunter befinden sich auch zahlreiche Spitzel des Verfassungsschutzes, bis hin zur NPD.

09.10.2012
Erfolglose Suche nach der Spitzel-Liste. Kein Wohlleben, aber einer von acht V-Leuten in der Führungsspitze der NPD von 1996 bis 2002. Darüber sprach gestern auch ein ehemaliger V-Mann-Führer vor dem Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss. Bemerkenswert seine Einschätzung aus der Praxis: eigentlich braucht man keine V-Leute, keinen Verfassungsschutz. Das könne auch die Polizei. Heute geht die Befragung des VS in Thüringen weiter.

01.10.2012
Wie die Bundeswehr den Neonazi gewähren ließ. Bei dieser Truppe war Uwe Mundlos richtig ....

26.09.2012
War der mutmaßliche NSU-Helfer Wohlleben ein V-Mann?

23.09.2012
Der V-Mann packt aus - Die NSU und ich
. Von der K1 zum Verfassungsschutz. Eine deutsche Spitzel-Karriere.

14.09.2012
NSU-Sprengstofflieferant war V-Mann der Berliner Polizei. Expect the unexpected -  Erwarte das Unerwartete.

kaserne 201212.09.2012
".... lieber Skin als Punk und drogenabhängig." Die vernichtete MAD-Akte zu Uwe Mundlos, veröffentlicht von investigativ.welt.de. Wissenswertes über eine SED/DDR-Abneigung, eine 'Aso-Partei' namens NPD und warum politisch verfolgte Asylbewerber aufgenommen gehören.

11.09.2012
Geheimdienst wollte Neonazi Mundlos anwerben. Langsam gerät auch der MAD unter Erklärungsdruck.
Das dazugehörige Schreiben des Bundesministeriums für Verteidigung an den Bundestagsabgeordneten Hans-Christian Ströbele (Bündnis 90/ Grüne) im ORIGINAL (pdf).

10.09.2012
"Wir hatten schon genügend Flaschen aus dem Westen". Helmut Roewer, die Zweite. Vor dem NSU-Untersu- chungsausschuß des Landtages 'glänzt' der ehemalige Chef des Thüringer Verfassungsschutz erneut mit Unwissenheit. Bemerkenswert: zur Führung von VS-Spitzeln hätte es im Freistaat keine Regeln gegeben. Er wird wohl noch ein drittes Mal vor den Erfurter Parlamentariern erscheinen .... 

Zum besseren Verständnis: Der 'GRASSER-BERICHT' zum DOWNLOAD (pdf) .... Details zu den Zuständen im Thüringer Verfassungs-schutz am Ende der 90er Jahre.

08.09.2012
Next one: Thüringer Polizistin deckte Neonazis.
In der kommenden Woche wird der 'Fall Kiesewetter' im Berliner NSU-Ausschuss untersucht.

04.09.2012
"Spitzel bespitzelt Spitzel" - 40 (!!) Informanten hatten die bundesdeutschen 'Sicherheitsdienste' in der neofaschistischen Kameradschaft Thüringer Heimatschutz. Darunter waren Führungspersonen. Der Staat zahlte verurteilten rechten Straftätern auch den Rechtsanwalt. Und will vom Treiben der NSU nichts gewusst haben ....

31.08.2012
MONITOR: Verbindung zwischen Maulwurf-Verdacht und Aktenvernichtung. Ein paar Details.

24.08.2012
Polizisten verrieten Neonazis Geheimnisse - langsam ergibt sich ein Bild.

19.08.2012
6 von 13 Beschuldigten im NSU-Verfahren kooperien mit Ermittlern. Aufschlussreich auch: wie Mitglieder des Neonazi-Netzwerkes "Blood & Honour" mit der NSU zusammen arbeiteten.

B C3 B6hnhardt-Urlaub-04-II  700x470,property=poster18.08.2012
Sechs Staatsanwälte, zwei Zeitungsartikel. Zschäpe soll wegen Beteiligung an Morden angeklagt werden.

31.07.2012
Polizisten, Ritter und Rassisten - wundert da sich noch einer?

19.07.2012
Die kurzen Dienstwege in Thüringen - weiterer Einblick in die Zustände des VS. 'Nur für den Dienstgebrauch' - anbei ein Bericht des Landesamtes (pdf). Veröffentlicht auf nsuleaks.wordpress.com.

12.07.2012
Die Zustände beim sächsischen Inlandsgeheimdienst - Abgeordnete rätseln über mysteriöse Geheimakte. Auch aus Köln gibt es Neues: Weitere Aktenvernichtung im Bundesamt für Verfassungsschutz.

10.07.2012
Na, so ein Zufall: Der 'GRASSER-BERICHT' zum DOWNLOAD (pdf) ....

Wein, Weib, Verfassungsschutz - Legendenbildung? Der Thüringer Ex-Chef vor dem U-Ausschuss des Landes. Durchaus lesenswerte Originalzitate aus der Anhörung von drei ehemaligen VS-Mitarbeitern gibt es hier.

08.07.2012
Nach "Rennsteig kam Saphira" - weitere Details zu der Operation des Bundesamtes.

06.07.2012
Akten-Schredderer angezeigt - mal schauen, welcher politisch weisungsgebundene Staatsanwalt wie und wann ermittelt.

Tags: NSU, Zwickauer Zelle, Untersuchungsausschuss, News

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