Sport inside (WDR): Michael Rasmussen im Interview

"Die Hochglanzbilder von Frankreichs schönsten Landschaften suggerieren jedes Jahr im Juli die heile Welt des Profiradsports. Ist die Tour sauberer als noch vor Jahren? Als Lance Armstrong, Jan Ullrich, Bjarne Riis die Rennen dominierten? Razzien an der Tagesordnung waren?

DdorfRadrennen2016 rasmussen1Einer, der es wissen muß, ist Michael Rasmussen. Zweimal Bergkönig der Tour. 2007 im Gelben Trikot unterwegs. Später räumte er jahrelanges Doping ein. 

Er hält nicht viel von dem vermeintlich neuen effektiven Dopingkampf, der nun geführt werde - etwa mit dem biologischen Pass. Die angebliche neue Sauberkeit für ihn: nur eine Geschichte, die die Öffentlichkeit beruhigen soll.

Michael Rasmussen (Ex-Radprofi):
„Wann haben das letzte Mal einen Radsportler gehabt, der einen Test auf Grundlage es biologischen Passes nicht bestanden hätte? Aber es ist ein guter Weg, der Welt eine Geschichte zu verkaufen. Dass wir alles kontrollieren können durch den biologischen Pass. Meine Werte aus 2007 würden im biologischen Pass keine Alarmglocken schrillen lassen. Also grundsätzlich könnte ich heute, zehn Jahre später dasselbe machen wie damals, als bester Radprofi in der Tour de France.“

Und tatsächlich: neue Verdachtsmomente häufen sich. Wie jetzt im Zusammenhang mit den Enthüllungen von mutmaßlich russischen Hackern, die vertrauliche medizinischen Ausnahmegenehmigungen für Profiradsportler ins Netz gestellt haben. 

Darunter auch die der Tour-Sieger Bradley Wiggins und Christopher Froome. Nach denen durften beide - eigentlich verbotene Medikamente - wie Kortisonpräperate - in der Wettkampfphase einnehmen.DdorfRadrennen2016 rasmussen2

Hat es den Wandel in der Doping-Mentalität des Feldes wirklich geben? 

Nach Recherchen von ‚Sport inside’ waren allein bei der diesjährigen Tour in 14 Teams 22 ehemalige Radprofis mit Dopingvergangenheit beschäftigt. Als Mitglied im Management der Teams oder als Sportliche Leiter. Wie Kim Andersen. Einer, der als Radprofi lebenslang gesperrt wurde.

Michael Rasmussen (Ex-Radprofi):
„Ich kann sehen, dass die Radprofis grundsätzlich so schnell fahren, wie wir es zehn Jahre zuvor getan haben. Es wäre sehr schlecht, wenn man ihnen vorwerfen würde, sie würden dopen, obwohl sie es nicht tun. Aber das ist das Erbe des Radsports. Sie müssen damit leben, was Lance Armstrong oder auch ich und eine Menge anderer Radprofis zehn Jahre zuvor gemacht haben. " (Text WDR) 

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Serena Williams: Cortison-Medikamente beim Grand Slam Finale

von Fred Kowasch und Ralf Meutgens

Venus gegen Serena Williams. So lautete das Frauen-Endspiel der Australien Open 2017. 36 Jahre alt, die eine. 35, die andere. Zwei Tennisstars, die erst jüngst mit dubiosen medizinischen Ausnahmegenehmigungen (TUEs) von sich reden gemacht haben. In 'Sport inside' vom 11. Dezember 2016 haben wir - zum Beispiel - über Serena Williams berichtet. Wörtlich heißt es dort im WDR-Sendetext des Filmes

tennis tue"Der Fall Serena Williams. Ihre jetzt bekannt gewordenen TUEs zeigen: die Olympiasiegerin durfte mehrfach Cortison einnehmen.  Auch zwischen den Grand-Slam Siegen von Paris und Wimbledon im Juni und Juli 2015. Im Gegensatz zu anderen findet sich auf der TUE bei ihr kein Hinweis auf eine Erkrankung. Sie selbst sagt dazu nichts."

Sieht man sich die erste - durch die Hackergruppe 'Fancy Bears' in Netz gestellte Medizinische Ausnahmegenehmigung von Serena Williams an - kommt man durchaus ins Grübeln. Einen Tag nach ihrem umstrittenen drei Satz Sieg im Halbfinale gegen Timea Bacsinszky durfte Serena Williams 40 mg Prednisolone oral einnehmen. Prednisolone ist ein Cortisonpräperat, dem in der Wirkung durchaus Dopingcharakter zukommt. 

Ausweislich des Dokumentes nahm Williams auch am Tag des Finales (6. Juni 2015) 40 mg des Cortisonpräperates ein. Das Finale gegen die Tschechin Lucie Šafářová gewann Williams nach 02:01 Stunden mit 6:3, 6:7 (2) und 6:2. Es war Williams 20. Grand Slam Titel. 

Auch am Tag nach dem zwei Stunden und eine Minute dauernden Damen-Finale von Paris nahm Williams die Dosis von 40 mg ein. Erst an den folgenden drei Tagen wurde die Dosis auf 20 mg Prednisolon reduziert. Diese Medikamentengabe legitimiert hat der Arzt der internationalen Tennis Federation (ITF), Dr. Stuart Miller. Datiert ist diese TUE für Serena Williams auf Montag, den 8. Juni 2015. (Sreenshot: Webseite wdr.de)

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ARD-Sportschau: 31 Top-Leichtathleten der BRD geben Anabolika-Einnahme zu

31 ehemalige Top-Leichtathleten der früheren Bundesrepublik haben zugegeben, zum Teil über Jahre anabole Steroide eingenommen zu haben. Das geht aus einer bislang unveröffentlichten Dissertation an der Universität Hamburg hervor, über die die ARD-Sportschau (Das Erste, Samstag, 18.00 – 19.00 Uhr) berichtet. Für die Studie wurden 121 ausgewählte männliche Athleten befragt, die in ihren Disziplinen von den 1960ern bis in die späten 80er Jahre auf einem Top-Ranglistenplatz in Deutschland standen oder die Bundesrepublik bei internationalen Wettbewerben wie Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften oder bei Länderkämpfen vertraten.  

Die Dosierungen lagen in fast allen Fällen weit über den Empfehlungen der Hersteller, so die Betroffenen, die anonym bleiben wollen. Die bevorzugten Medikamente waren Dianabol und Stromba. In einem Fall wurden im gesamten Jahr 1974 Mengen bis zu 5.000 Milligramm Dianabol konsumiert, was rund 1.000 Tabletten entspricht. Die Zeiträume der Anabolika-Einnahme erstreckten sich dabei auf bis zu zwölf Jahre, so ein Ergebnis der Arbeit. 

Bis auf wenige Ausnahmen seien die ausgestellten Rezepte von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt worden. „Ich habe alle Athleten gefragt, wer für die Anabolika aufgekommen ist. Alle Athleten haben gesagt, bis auf Einzelfälle haben sie selber nie für ein Medikament bezahlt“, sagte der Autor der Dissertation, Simon Krivec, der ARD-Sportschau. Die häufigste Bezugsquelle für diese verschreibungspflichtigen Medikamente waren demnach vor allem Ärzte, aber auch Apotheker, Trainer und weitere Personen aus dem Umfeld des Athleten. Eine Aufklärung der Athleten über mögliche Nebenwirkungen habe nicht stattgefunden, gaben die meisten der befragten ehemaligen Spitzenathleten an.

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WADA-Leaks IV: Farah, Mo - Cseh, Laszlo - Nadal, Rafael ....

20.09.2016 
Die nächsten prominenten Namen. Olympiasieger, Weltmeister, Sport-Stars. 
Wieder Ausnahmegenehmigungen für verbotene Medikamente. Die Diskussion ist im vollen Gange. 


Nachdem die Hackergruppe 'Fancy Bear' am Dienstag vor einer Woche zum ersten Mal interne WADA-Dokumente - unter anderem von den Williams-Schwester (Tennis), der mehrfachen Rio-Goldmedaillengewinnerin Simone Biles (Turnen) und der Basketballspielerin Elena Delle Donne veröffentlich hatte - wurde nun mehrfach 'nachgelegt'. Neben prominenten Namen wie Chris Froome, Bradley Wiggins (beide Radsport) und Petra Kvitova (Tennis) wurden auch die Daten von fünf deutschen Spitzensportlern veröffentlicht. Unter Ihnen der Weltmeister und Olympiasieger Robert Harting (Diskuswurf) und die Speerwerferin Christina Obergföll. Bei den Unterlagen - deren Echtheit die Weltantidopingagentur WADA bestätigt hat -  handelt es sich nicht um regulär positive Dopingproben. Im Wesentlichen geht aus ihnen hervor, welcher Spitzensportler welche - an sich verbotenen - Mediakamente legal einnehmen darf. Die Praxis der sogenannten Ausnahmegenehmigungen ist seit Jahren umstritten. Nicht zuletzt auch, weil der mehrfache Tour de France Sieger Lance Armstrong und zahlreiche Radprofis von 'Team Telekom' mit solche Ausnahmegenehmigungen fuhren. Und reales Doping damit aktiv verschleierten.Farah MoQuelle: http://fancybear.net/pages/4.html

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Im Wortlaut: Doping in Freiburg - Das nächste Gutachten

Andreas Singler. Und Lisa Heitner. Sie liefern und liefern ....

"Dass die Ärzte so glimpflich aus dem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren gegen sie hervorgegangen sind, muss bei allem Verständnis für die Schwierigkeiten der Rekonstruktion konkreter Dopinghandlungen ebenfalls verwundern. Denn wo Zeugenaussagen dann doch einmal vorlagen, wurden sie teils so lange kleingearbeitet und ohne überzeugende Gründe als Beweismittel ausgeschlossen bis zuletzt eben kaum etwas an konkreten Vorwürfen mehr übrig blieb. Insofern erscheint der stereotype Verweis auf die angeblich alle Information unterdrückende subkulturelle Omerta des Radsports von den Strafverfolgungsbehörden bisweilen auch als Ausrede für eigene Versäumnisse missbraucht zu werden. Die Einstellungsverfügung im Verfahren gegen Schmid und Heinrich knüpft teilweise insofern an eine gewisse unrühmliche rechtspflegerische Tradition an, die in Freiburg in Bezug auf Doping und Medikamentenmissbrauch seit Jahrzehnten immer wieder zu beklagen ist."

Quelle: http://www.uni-freiburg.de/universitaet/einzelgutachten/gutachten-telekom-vorbehaltlich-des-beschwerdeverfahrens.pdf

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'Team Telekom': Dopingaufklärer kritisiert Freiburger Oberstaatsanwalt

Eine Analyse von Fred Kowasch

Mehr als sechs Jahre hat es gedauert. Jetzt sind die ersten Berichte der 'Evaluierungskommission Freiburger Sportmedizin' fertig gestellt und von der Universität freigegeben worden. Sie hat dafür eigens eine Webseite eingerichtet. Und gleich der erste Bericht hat es in sich.

In ihm übt der Gutachter Professor Heinz Schöch deutliche Kritik an den Einstellungen der Doping-Ermittlungen gegen die beiden 'Team Telekom' und 'Team T-Mobile' Ärzte Dr. Lothar Heinrich und Prof. Dr. Andeas Schmid am 17. Juli 2012 durch die Freiburger Staatsanwaltschaft. Direkt gemeint ist die Arbeit des ermittelnden Oberstaatsanwaltes Christoph Frank. Wörtlich heißt es in dem Schöch-Gutachten:

"Es ist bedauerlich, dass die Staatsanwaltschaft diese spektakulären Fälle nicht zu einer Anklage genutzt hat, um eine gerichtliche Klärung über der Grenzen der Einwilligung beim Blutdoping herbeizuführen. In diesem Punkt hatte man nämlich klare Beweise und stieß nicht – wie Oberstaatsanwalt Frank in der Pressekonferenz am 12.09.2012 beklagte – auf eine sich erfolgreich abschottende Szene und die „Mauer des Schweigens in der Radsport- und Ärzteszene."
(Seite 50, Schöch-Gutachten)

Diese Einschätzung deckt sich mit meiner Beurteilung vor dreieinhalb Jahren. Schon damals konnte ich die Einstellung der Ermittlungen ohne Anklageerhebung wegen Körperverletzung nicht nachvollziehen. Während der Recherche zu diesem Thema für die WDR-Sendung 'Sport inside' und die ARD-Sportschau hatte ich in den Jahren 2008 bis 2012 mehrfach persönlich mit dem ermittelnden Oberstaatsanwalt Christoph Frank zu tun. Schon damals kam mir seine Ermittlungsarbeit seltsam uninspiriert vor. Nach eigener Aussage arbeitete Frank im Wesentlichen an den Wochentagen Dienstag, Mittwoch und Donnerstag an der Aufklärung des Telekom-Dopings. Den Rest der Zeit verbrachte Frank, wie er freimütig einräumte, mit Terminen, die er als Vorsitzender des Deutschen Richterbundes auszuüben hatte.

Christoph Frank ist seit April 2012 Vorsitzender der Schwerpunktstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung der Dopingkriminalität in Baden-Württemberg.

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BISp-Experten: Keine Doping-Studie dieser Art mehr

Anfang Dezember 2014
Organisiertes Staatsdoping auch in der BRD, die Fußballnationalmannschaft 'präpariert', Olympiamedaillen durch Betrug errungen. Was gab es im Sommer 2013 nicht alles für Schlagzeilen, was für eine mediale Aufregung. Dennoch: die redaktionellen Beiträge offenbarten inhaltliches Nix Neues. 

Kleine Anfrage seite 18 ausrissDen 'kalten Kaffee' aufgegossen, hatten Wissenschaftler, die im Auftrag der Humboldt-Uni (und versehen mit 550.000 Euro an Staatsgeldern) das Thema Doping-West aufklären sollten. Bis auf ein paar bizarre Geschichten aus der Zeit des Kalten Krieges kam wenig heraus. Um die Zeit nach der deutschen Einheit kümmerten sich die Wissenschaftler nicht. Das Geld wäre ausgegangen.

Jetzt bescheinigen Experten des Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) den Berliner Forschern grundlegende methodische Fehler. Dies geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der 'Linken'-Bundestagsfraktion hervor. Darin heisst es: Wissenschaftliche Standards seien nicht eingehalten, das "Ziel einer strukturierten Darstellung der Dopingpraxis .... verfehlt worden." Und sie empfehlen: keine weitere Studie dieser Art für die Dopingpraxis ins West und Ost nach 1990 zu erstellen. 

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Der Fall Pechstein: Die Medien, der CAS und die Glaubwürdigkeit

von Fred Kowasch

cp zweite pk pechstein120.01.2015 (update 14.02.2015)
Der Internationale Sportgerichtshof CAS. Wahrheitsfindung geht dort so: die eine Partei stellt ihren Richter auf, die andere Partei den anderen. Dann wird sich zusammengesetzt und aus einer Liste von CAS-Richtern (die meist Rechtsanwälte sind) ein Vorsitzender Richter ausgewählt. Diese Kungelei soll dann der Wahrheitsfindung dienen, geht aber selten gut.

Nun wird - endlich einmal - die Arbeit des CAS thematisiert und diskutiert. Denn das was da läuft, ist juristisch alles andere als sauber. Man nehme - zum Beispiel - die Entscheidung im Fall Pechstein (pdf) vom 25. November 2009. Wer sich die Mühe macht, diese 63 Seiten durchzulesen und mit klarem Verstand zu reflektieren, merkt: hier stimmt etwas nicht. Man wird den Eindruck nicht los: hier wurde bei der Wahrheitsfindung Recht gebogen, ein Urteil entsprechend 'zusammen gezimmert'. Nur rannte man in der Vergangenheit mit dieser Sichtweise nicht gerade offene Redaktionstüren ein ....

Bedenklicher noch: im Gespräch mit Kollegen - die über den Fall berichteten - kam heraus: sie hatten das Urteil nicht einmal gelesen. Unbegreiflich deshalb, auf welcher Grundlage sie zum Fall Pechstein öffentlich so klar Position beziehen konnten.

Nun gibt es eine interessante Dokumentation vom mdr. Neben dem Autor Tom Scheunemann hat mein Kollege Ralf Meutgens daran mitgewirkt. Der Film wirft - erstmals im TV - deutliche Fragen zur Funktionsweise des CAS auf. Wie unabhängig er arbeitet, wie unabhängig seine Richter sind. Zum Beispiel der Deutsche Dirk-Reiner Martens. Sonst CAS-Richter, wirkte er jüngst als Rechtsanwalt in einem aufsehenerregenden Prozeß mit. Vor dem Münchener Landgericht vertrat er den Internationalen Eisschnelllaufverband (ISU) im Verfahren gegen die Eisschnellläuferin Claudia Pechstein. Sorgt dass für Glaubwürdigkeit?

update vom 14.02.2015:
Unter der Überschrift "Autonomie des Sports gefährdet" schreibt Rechtsprofessor Ulrich Haas in der Neuen Züricher Zeitung über den CAS. Wie notwendig er sei, wie unabhängig er arbeitet. Gleichzeitig weist weder die Zeitung, noch der Autor darauf hin, dass Ulrich Haas seit 2002 als Richter am CAS arbeitet. Er de facto 'In eigener Sache' schreibt.  Sorgt dass für Glaubwürdigkeit?

Es ist an der Zeit, den CAS und seine Richter einmal genauer unter die Lupe zu nehmen!

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Doping-Studie: "Filmprojektor, Leinwand, Sexfilme"

barAugust 2013
Man kann sagen was man will: eines ragt dann doch noch heraus, aus der viel diskutierten Studie über das Doping in der BRD. Es ist ein Forschungsauftrag an das Bundesinstitus für Sportwissenschaft (BISp) vom 31. August 1973. Hier geht es um eine Studie mit dem Titel „Begleituntersuchung zur Wirkung von anabolen Steroiden auf die sexuelle Reaktionsbereitschaft des Sportlers“. Im 804-Seiten-Bericht der Forscher der Berliner Humboldt-Universität, kurz auch die 'Porno-Studie' genannt. 

Vor fast 40 Jahren wollten westdeutsche Wissenschaftler untersuchen, welchen Einfluß Anabolika auf den männlichen Sexualtrieb hat. Das Vorhaben wurde vom bundesdeutschen Steuerzahler mit 24.000 DM unterstützt und wurde bisher noch nie veröffentlicht.

Von breiten öffentlichen Interesse dürfte hierbei sein, dass 500 DM für die "Beschaffung von Filmen" ausgegeben werden sollte. Einem Zeitzeugenbericht zur Folge, auf den sich die Wissenschaftler der HU Berlin berufen, wurden die Pornofilme damals vom Landeskriminalamt Düsseldorf ausgeliehen. Pornofilme, waren zu dieser Zeit in der BRD verboten.

„Den Versuchspersonen wird jeweils einzeln eine standardisierte Reizserie – Sexuelle Filmszenen – vorgeführt. Die während der Darbietung mit dem Phallographen gemessenen Peniserektionen werden auf einen Langsamschreiber übertragen und graphisch registriert."

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