Ex-RAF-Mitglied - Mit Facebook-Account inmitten der Hauptstadt
von Fred Kowasch
Freie Parkplätze vor der Tür, den Lidl gleich um die Ecke. Die Gegend um die Sebastianstrasse im Berliner Stadtteil Kreuzberg ist keine feine Wohngegend. Hier stand einstmals die Mauer. Ein paar Schritte ist es nur bis zum Stadtteil Berlin-Mitte. Hier am ehemaligen Grenzübergang Karl-Heine-Strasse. Dort, wo seit kurzer Zeit ein paar schicke Neubauten stehen. Schräg gegenüber - ein um den Jahrtausendwende entstandenes 'Motel One'. Hier - am Moritzplatz - stehen immer ein paar Taxies. Es gibt die typisch lokale Eckkneipe ("Gepflegte Getränke - Tag und Nacht geöffnet"), ein Sonnenstudio, eine Spielothek, eine Wäscherei. Ein paar Schritte weiter ist ein Spätkauf, findet sich vietnamesische Küche. Sehr lecker, sehr preiswert. Es ist eine der ärmsten Gegenden inmitten der Hauptstadt.
Hier hat Daniela Klette, mutmassliches Mitglied der Dritten Generation der RAF jahrelang gelebt. Wie sicher sie sich gefühlt haben muss, zeigen ihre Freizeitaktivitäten. Mitglied in einer brasilianischen Tanzgruppe, Teilnahme am öffentlichen 'Karnaval der Kulturen' an Pfingten 2011. Wir haben damals - zufällig - von diesem farbenfrohen Ereignis ein paar Bilder gemacht. Weiterhin: ein Facebook-Profil. Auch hier Fotos.
Deutsche Zielfahnder haben sie jahrelang gejagt. In Belgien, der Niederlande oder auf dem platten deutschen Land verortet. Bis ein - von der ARD in Auftrag gegebener Podcast - schier Unglaubliches entdeckt. Durch eine profane Bildersuche im Internet. Die Story ist so schräg (und simpel) dass man sie ruhig hören kann. Gesuchtes RAF-Mitglied lebt jahrelang in einem migrantisch-geprägten Kiez. Vor dem Haus gibt es Parkplätze und zum Discounter kann man laufen. (geschrieben am 29. Februar 2024)
Freie Parkplätze vor der Tür, den Lidl gleich um die Ecke. Die Gegend um die Sebastianstrasse im Berliner Stadtteil Kreuzberg ist keine feine Wohngegend. Hier stand einstmals die Mauer. Ein paar Schritte ist es nur bis zum Stadtteil Berlin-Mitte. Hier am ehemaligen Grenzübergang Karl-Heine-Strasse. Dort, wo seit kurzer Zeit ein paar schicke Neubauten stehen. Schräg gegenüber - ein um den Jahrtausendwende entstandenes 'Motel One'. Hier - am Moritzplatz - stehen immer ein paar Taxies. Es gibt die typisch lokale Eckkneipe ("Gepflegte Getränke - Tag und Nacht geöffnet"), ein Sonnenstudio, eine Spielothek, eine Wäscherei. Ein paar Schritte weiter ist ein Spätkauf, findet sich vietnamesische Küche. Sehr lecker, sehr preiswert. Es ist eine der ärmsten Gegenden inmitten der Hauptstadt.
Hier hat Daniela Klette, mutmassliches Mitglied der Dritten Generation der RAF jahrelang gelebt. Wie sicher sie sich gefühlt haben muss, zeigen ihre Freizeitaktivitäten. Mitglied in einer brasilianischen Tanzgruppe, Teilnahme am öffentlichen 'Karnaval der Kulturen' an Pfingten 2011. Wir haben damals - zufällig - von diesem farbenfrohen Ereignis ein paar Bilder gemacht. Weiterhin: ein Facebook-Profil. Auch hier Fotos.
Deutsche Zielfahnder haben sie jahrelang gejagt. In Belgien, der Niederlande oder auf dem platten deutschen Land verortet. Bis ein - von der ARD in Auftrag gegebener Podcast - schier Unglaubliches entdeckt. Durch eine profane Bildersuche im Internet. Die Story ist so schräg (und simpel) dass man sie ruhig hören kann. Gesuchtes RAF-Mitglied lebt jahrelang in einem migrantisch-geprägten Kiez. Vor dem Haus gibt es Parkplätze und zum Discounter kann man laufen. (geschrieben am 29. Februar 2024)