Dokumentarfilm: 'Inside HogeSa' - Von der Strasse ins Parlament (92 min, 2018)

Anfang April mehr als 30 Razzien in vier Bundesländern. Gegen rechte Hooligans, Rocker, Personen aus der Türsteher-Szene. Wegen des Verdachts der Gründung einer 'kriminellen Vereinigung'. Wie 'ticken' solche Leute? Was treibt sie an?

In unserer Doku 'Inside HogeSa' kommen sie zu Wort. Leute, die sonst nie Interviews geben. Von denen Politikwissenschaftler und LKA-Ermittler sagen: ihr Protest - damals am 26. Oktober 2014 als in Köln 5.000 Menschen unter dem Label 'Hooligans gegen Salafisten' auf die Straße gingen - 'war der Anstoß'. Für Pegida, letztendlich auch den Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag. Unser Film dokumentiert diese Entwicklung. interpool.tv sprach mit Hools und Mitgliedern des 'HogeSa'-Teams. Aber auch mit Fanforschern, Politikwissenschaftlern, 'Pegida'-Organisatoren.



Dreieinhalb Jahre lang haben wir an dem Thema gearbeitet. Dutzende Kundgebungen und Demonstrationen besucht. Vor Ort mit den Beteiligten gesprochen. Entstanden ist ein 92 Minuten langer Dokumentarfilm, der einen Einblick in eine Szene gibt, den es so noch nicht gab. Wem der Trailer gefällt, kann sich gern den kompletten Film ansehen. Er kostet 4,99 (Ausleihe 48 Stunden) und 9,99 Euro (all). Wer den Film kauft, bekommt zahlreiche Interviews in voller Länge zu sehen. Und Zugang zu einem 106 Minuten langen 'Directors Cut', mit bisher unveröffentlichten Szenen.

#le1101: Hooligans randalieren im Leipziger Szeneviertel Connewitz

12.01.2016
Die Aktion war kaum beendet, da feierte sich die Szene bereits auf Facebook. "Es bereitet mir innerliches Verzücken...Es ist mir quasi ein Fest", "Hier ist keiner rechts!...Nur sauer", "Klingt wie gute Nachrichten !". Mehr als 200 Hooligans zogen in Leipzig durch den 'linken' Szenenbezirk Connewitz. Sie hinterließen eine Spur der Zerstörung. Ein Dönerladen wurde verwüstet, die Schaufensterscheiben mehrere Kneipen eingeschlagen, die eines Musikgeschäftes, eines Optiker- und Buchladens beschädigt. Bürgerliche Läden, die wenig bis gar nichts mit der autonomen Szene in diesem Stadtteil zu tun haben. Allerdings wurde auch der Laden des Vereins 'Roter Stern Leipzig' angegriffen. Bei den Tätern soll es sich - nach ersten Polizeiangaben - um rechtsgerichtete Hooligans der befreundeten Fanszenen des 1. FC Lok Leipzig und Hallescher FC handeln. Insgesamt nahmen die Beamten 211 Personen vorläufig fest. Gleichzeitig fand in der Leipziger Innenstadt eine Veranstaltung des rechtspopulistischen Legida/Pegida-Bündnisses statt, zu der mehr als 3.000 Menschen gekommen waren. Daneben gab es Gegendemonstrationen, auch Anschläge auf Bahngleise. Mutmaßlich durch 'linke' Gruppen, die den Stadtteil Connewitz an diesem Abend verlassen hatten. Sie kündigten unterdessen im Internet Vergeltung an.

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