Duisburg, 24. Juli 2010 - Die Loveparade-Akten

loveparade 0502201123.08.2010 - (Reblog)
In Folge der Ereignisse auf der Loveparade am 24.07.2010 in Duisburg starben 21 Menschen. Mehrere Staatsanwälte ermitteln, unterstützt von über 60 Polizeibeamten. Im Raum steht der Vorwurf der 'fahrlässigen Tötung'. Nachdem bereits am 28.07.2010 das NRW-Innenministerium seine Sicht der Dinge verbreitete und Schaubilder und Skizzen zur Ansicht ins Internet stellte, veröffentlichte die Stadt Duisburg als oberste Genehmigungsbehörde am 03.08.2010 einen Zwischenbericht zum Ablauf der Geschehnisse in der Ruhrgebietsstadt.

Was in der veröffentlichten Version allerdings fehlt, waren die durchaus erkenntnisreichen Anlagen. Dokumente, von hoher Brisanz. So brisant, dass die Stadt Duisburg das Blog xtranews.de auf Unterlassung verklagte, als sie die Papiere online stellten.

Mittlerweile sind sie an verschiedenen Stellen im Internet wieder aufgetaucht. Selbstverständlich auch bei interpool.tv. Wir haben die Papiere einmal 'quergelesen'. Im Interesse der Öffentlichkeit stellen wir hier die relevantesten Dokumente zum Download zur Verfügung.

pdf Anlage 10 - Veranstaltungsbeschreibung
pdf Anlage 12 - Massnahmen Polizei
pdf Anlage 17 - Lopavent Besucherprognose
pdf Anlage 25 - Ablehnung Dressler
pdf Anlage 28 - Nachforderung fehlender Unterlagen
pdf Anlage 29 - Veranstaltungsbeschreibung 19.06.10
pdf Anlage 34 - Genehmigung Unterschreitung Fluchtwege
pdf Anlage 37 - Auslastungsmeldung
pdf Anlage 38 - Ereignisprotokoll (Seite 10-19)
pdf Anlage 39 - Sperre Zugang
pdf Anlage_59_Protokoll_der_Ortsbesichtigung_am_23072010
pdf Anlage_62_Einsatztagebuch_Ordnungsamt
pdf Anlage_68._Augenzeugenbericht

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'Herde schwarzer Schafe': Sport inside (02.04.2017)

Es ist ein sportpolitischer Volltreffer, der im März 2017 vom Niederrhein kam. Und Simon Krivec hat ihn gesetzt. Der Apotheker aus Moers hat jetzt schon Sportgeschichte geschrieben. Seitdem die ARD-Sportschau über seine Dissertation berichtet hat, ist das Thema 'Doping in der BRD' wieder in aller Munde.

Vier Jahre lang hat Simon Krivec gegraben. Sich die Adessen früherer Leichtathletikstars besorgt. Mit ehemaligen Werfern, Sprintern und Mehrkämpfern gesprochen. Geholfen hat ihm dabei auch sein Vater. Als ehemaliger Deutscher Meister im Dreisprung und Olympiateilnehmer von Tokio 1964 vermittelte er entscheidende Kontakte. Mit seiner Beharrlichkeit ist es Simon Krivec gelungen, den Riegel der Verschwiegenheit zu knacken.

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ARD-Sportschau: 31 Top-Leichtathleten der BRD geben Anabolika-Einnahme zu

31 ehemalige Top-Leichtathleten der früheren Bundesrepublik haben zugegeben, zum Teil über Jahre anabole Steroide eingenommen zu haben. Das geht aus einer bislang unveröffentlichten Dissertation an der Universität Hamburg hervor, über die die ARD-Sportschau (Das Erste, Samstag, 25.03.2017) berichtet. Für die Studie wurden 121 ausgewählte männliche Athleten befragt, die in ihren Disziplinen von den 1960ern bis in die späten 80er Jahre auf einem Top-Ranglistenplatz in Deutschland standen oder die Bundesrepublik bei internationalen Wettbewerben wie Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften oder bei Länderkämpfen vertraten.  



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Open Air Festivals 2017 - Ein Überblick

16./17.Juni 
Kosmonaut - Stausee Rabenstein/ Chemnitz
rockfestival glienkosmonaut-festival.de
(Editors, Deichkind, Terrorgruppe)

23./24.Juni
This Is Ska - Wasserburg Roßlau/ Dessau
this-is-ska.de

30. Juni/1./2.Juli 
Summerjam - Fühlinger See, Köln
summerjam.de
(The Skatalites, Alpha Blondy, Sido)

6./7./8./9.Juli 
Feel Festival - Bergheider See /Finsterwalde
feel-festival.de

6./7./8./9.Juli 
Splash - Ferropolis, Gräfenhainichen
www.splash-festival.de

13./14./15.Juli
Back To Future - Glaubitz/Riesa
back-to-future.com
(Oxo 86, The Adicts, Toxoplasma)

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'walls, the usa part - Entlang der Grenze zwischen den USA und Mexiko

"We will build the wall". Das kündigte US-Präsident Donald Trump Ende Januar über seinem Twitter-Account an. Zwischen Mexiko und den USA. Wie sieht es dort - vor Ort - eigentlich aus? interpool.tv ist im Frühjahr 2011 einen Teil dieser Grenze (vom Westen, dort wo der Zaun ins Meer läuft bis nach Nogales in Arizona) abgefahren. Zusammen mit dem international bekannten Fotografen Kai Wiedenhöfer. Über dessen Arbeit wir einen Dokumentarfilm gedreht haben. 'walls, the usa part' ist ein längerer Ausschnitt unserer andertalbstündigen Dokumentation 'walls - a photographer between the lines'.

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SPORT-TV-Rechte: Ein neuer Player am Markt ....

Und plötzlich entdecken sie ihr Herz für den kritischen Sportjournalismus. Dass es mit den attraktiven TV-Rechten bei den Öffentlich-Rechtlichen zu Ende geht, dürfte sich rumgesprochen haben. Beim ZDF schweigt man (noch), in der ARD gibt Sportkoordinator Axel Balkausky bei seinen Auftritten 'In eigener Sache' ein jämmerliches Bild ab. Mittlerweile mischt seit Januar mit DAZN ein Player den Markt auf, der sich sehen lassen kann. WTA-Tennis und Premiere League live, dazu die südamerikanische WM-Qualifikation. Gerade wird spekuliert, ob der neue Sender die Champions-League-Rechte erwirbt.

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Im Interview: Klaus-Peter Hennig (Ex-Diskuswerfer)

Einer der befragten Athleten ist der frühere Diskuswerfer Klaus-Peter Hennig. Er hat in der Dissertation, wie wenige andere Athleten, von sich aus auf eine Anonymisierung verzichtet. Hennig hat seinen Anabolika-Missbrauch für den Zeitraum von 1967 – 1974 geschildert. Auch er nahm das Anabolikum Dianabol. Gegenüber der ARD-Sportschau beschreibt Hennig die „Zwickmühle“, in der sich die bundesdeutschen Athleten befunden hätten, was ihn persönlich sehr belastet habe: „Auf der einen Seite will ich selber Leistung verbessern, hohe Leistung schaffen. Die Olympiateilnahme schaffen. Auf der anderen Seite weiß ich, dass das ohne unterstützende Mittel eigentlich nicht geht.“

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Medien: Vom Journalismus in die Politik (und zurück)

Warum ist das Image von Journalisten derzeit so ramponiert? Komplett zu unrecht?? Schaut man sich die folgenden Fälle an wundert es nicht mehr, wenn auf Demonstrationen die Rede von den Staatsmedien ist. Ulrike Demmer, Steffen Seibert und, und, und. Die Fälle - im folgenden Beitrag des NDR-Medienmagazins Zapp aufgelistet - sind zahlreich. Und unvollständig. Es fehlt der Seitenwechsel des früheren Merkel-Sprechers Ulrich Wilhelm an die Spitze des Bayerischen Rundfunks (BR). Und der jüngste 'Aufstieg' des Redaktionsmitgliedes des ARD-Politikmagazins FAKT - Makus Frenzel -  an die Seite des Fraktionsvorsitzenden der Berliner SPD. Nachdem dieser 'Journalist' vorher über diesen Politiker für DAS ERSTE - überaus wohlwollend - berichtet hat. Bemerkenswert: Frenzel war Vorstandsmitglied von 'netzwerk recherche e.V.'. Ein Verein, der sich dem unabhängigen Journalismus verpflichtet sieht.

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Klare Kante: Wenn der Staat nervös wird

Ein Kommentar von Fred Kowasch

Wer in der letzten Zeit in Nordrhein-Westfalen eine Demonstration besuchte - und am Rand mit den Cops sprach - sah in müde, frustrierte Gesichter. Überstunden, die nicht abgefeiert werden können, weil die Zeit fehlt. Beziehungen, die in die Brüche gehen, weil man sich nicht mehr sieht. Ein Dienstherr, für den man nur noch ein Schulterzucken übrig hat.

Der Staat und seine Beamten. Sie sind derzeit in keinem guten Zustand. Respekt und Akzeptanz - Fehlanzeige.

Und: die Angst hat zugenommen. Sicherheitsfirmen kommen mit den Aufträgen kaum hinterher, Waffenhändler haben Hochkonjunktur. Frauen gehen aus Furcht immer weniger allein joggen, trauen sich seltener des Nachts noch vor die Tür. Das dies so ist, haben selbst die notorischen Gesundbeter in den Massenmedien mittlerweile registriert. Vom einst so glücksbesoffenen 'Refugees welcome' ist nur noch ein Kater übrig geblieben.




Der Terror ist in Deutschland angekommen. Auch wenn sich viele 'Kollegen' - nach dem 19. Dezember 2016 - bemüht haben, dieses Thema kleinzureden. Das Volk hat oft ein sehr feines Gespür. Nun folgt Gesetz auf Gesetz, Freiheitseinschränkung auf Freiheitseinschränkung.

Wer sagt eigentlich, dass es diese Form der Staatsausübung die Beste ist?

Dass dieses System es wert ist, verteidigt zu werden? Das man diesen Staat nicht stürzen kann?

Dass es Merkel, de Maizeire und Maas noch auf ewig geben muß?  

Dass sich die Bürger nicht alles gefallen lassen, zeigen die letzten beiden Jahre. Wer hätte im Sommer 2014 geahnt, dass "Merkel muss weg" Rufe zum Alltag auf deutschen Demonstrationen gehören? Dass ein Bundesjustizminister vor seinen Wählern flieht? Dass Politikerverachtung gesellschaftsfähig werden wird?

Die Herrschenden behelfen sich mit Strafverschärfung. Es sind spannende Zeiten ....

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Fußballfans: Die umstrittene Datei 'Gewalttäter Sport'

von Fred Kowasch

Seit letzter Woche ist bekannt, welche Merkmale von Menschen deutsche Sicherheitsbehörden in ihrer Datei 'Gewalttäter Sport' erfassen. Es ist - um dies einmal klar zu formulieren - eines Rechtsstaates unwürdig. In der Datei werden auch Fußballfans erfasst, wenn sie mal in eine Personenkontrolle gekommen sind. Dieses kann - zum Beispiel auf Auswärtsfahrten schon einmal passieren.

Da werden sensible, persönliche Daten von Menschen erhoben, gegen die weder ein Einmittlungs- , noch ein Strafverfahren lief. Nur weil die Behörden davon ausgehen, dass "bestimmte Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass die Betroffenen Straftaten von erheblicher Bedeutung begehen werden" wie es in der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarischen Anfrage der Bündnisgrünen heisst." Diesen schwammigen Begriff gibt es im bundesdeutschen Polizeirecht schon länger. Nicht selten wurde er - als Begründung für die Einschränkungen von Bürgerrechten - in den letzten Jahren durch verschiedene Landesverfassungsgerichte kassiert.

    "Personenbeschreibung beinhaltet:
  •   Gestalt
  •   Größe/ArtderFeststellung
  •   Gewicht
  •   Scheinbares Alter
  •   Äußere Erscheinung
  •   Körperliche Merkmale
  •   Tätowierungen
  •   Schuhgröße
  •   Stimme / Sprachmerkmale
  •   Mundart
  •   Fremdsprachen
  •   Anderepersonenbezogene Merkmale
  •   Lichtbild
  •   Aktenführende Dienststelle
  • Sondervermerk (ergänzende Angaben in freier Form zur Personenbeschreibung). 



    Zusätzliche Personeninformationen sind: 

  •   Erlernter Beruf
  •   Ausgeübte Tätigkeit
  •   Spezielle Kenntnisse / Fertigkeiten
  •   Kriminologische Kurzbeschreibung
  •   Letzte(r) Aufenthaltsort(e)
  •   BKBl-Ausschreibung
  •   Angaben zur Gruppenzugehörigkeit (Name der Gruppe, Funktion in der Gruppe, Sitz der Gruppe)
  •   Sondervermerk (ergänzende Angaben in freier Form zum Beruf und zur Gruppe)."


    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/18/109/1810908.pdf 

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TUE: Die umstrittene Ausnahmegenehmigung der Serena Williams

von Fred Kowasch und Ralf Meutgens

Venus gegen Serena Williams. So lautete das Frauen-Endspiel der Australien Open 2017. 36 Jahre alt, die eine. 35, die andere. Zwei Tennisstars, die erst jüngst mit dubiosen medizinischen Ausnahmegenehmigungen (TUEs) von sich reden gemacht haben. In 'Sport inside' vom 11. Dezember 2016 haben wir - zum Beispiel - über Serena Williams berichtet. Wörtlich heißt es dort im WDR-Sendetext des Filmes

tennis tue"Der Fall Serena Williams. Ihre jetzt bekannt gewordenen TUEs zeigen: die Olympiasiegerin durfte mehrfach Cortison einnehmen.  Auch zwischen den Grand-Slam Siegen von Paris und Wimbledon im Juni und Juli 2015. Im Gegensatz zu anderen findet sich auf der TUE bei ihr kein Hinweis auf eine Erkrankung. Sie selbst sagt dazu nichts."

Sieht man sich die erste - durch die Hackergruppe 'Fancy Bears' in Netz gestellte Medizinische Ausnahmegenehmigung von Serena Williams an - kommt man durchaus ins Grübeln. Einen Tag nach ihrem umstrittenen drei Satz Sieg im Halbfinale gegen Timea Bacsinszky durfte Serena Williams 40 mg Prednisolone oral einnehmen. Prednisolone ist ein Cortisonpräperat, dem in der Wirkung durchaus Dopingcharakter zukommt. 

Ausweislich des Dokumentes nahm Williams auch am Tag des Finales (6. Juni 2015) 40 mg des Cortisonpräperates ein. Das Finale gegen die Tschechin Lucie Šafářová gewann Williams nach 02:01 Stunden mit 6:3, 6:7 (2) und 6:2. Es war Williams 20. Grand Slam Titel. 

Auch am Tag nach dem zwei Stunden und eine Minute dauernden Damen-Finale von Paris nahm Williams die Dosis von 40 mg ein. Erst an den folgenden drei Tagen wurde die Dosis auf 20 mg Prednisolon reduziert. Diese Medikamentengabe legitimiert hat der Arzt der internationalen Tennis Federation (ITF), Dr. Stuart Miller. Datiert ist diese TUE für Serena Williams auf Montag, den 8. Juni 2015. (Sreenshot: Webseite wdr.de)

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Im Wortlaut: NPD wird nicht verboten (Urteil Bundesverfassungsgericht)

Pressemitteilung Nr. 4/2017 vom 17. Januar 2017

Urteil vom 17. Januar 2017 - 2 BvB 1/13

Die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) vertritt ein auf die Beseitigung der bestehenden freiheitlichen demokratischen Grundordnung gerichtetes politisches Konzept. Sie will die bestehende Verfassungsordnung durch einen an der ethnisch definierten „Volksgemeinschaft“ ausgerichteten autoritären Nationalstaat ersetzen. Ihr politisches Konzept missachtet die Menschenwürde und ist mit dem Demokratieprinzip unvereinbar. Die NPD arbeitet auch planvoll und mit hinreichender Intensität auf die Erreichung ihrer gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gerichteten Ziele hin. Allerdings fehlt es (derzeit) an konkreten Anhaltspunkten von Gewicht, die es möglich erscheinen lassen, dass dieses Handeln zum Erfolg führt, weshalb der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts den zulässigen Antrag des Bundesrats auf Feststellung der Verfassungswidrigkeit und Auflösung der NPD und ihrer Unterorganisationen (Art. 21 Abs. 2 GG) mit heute verkündetem Urteil einstimmig als unbegründet zurückgewiesen hat.

Wesentliche Erwägungen des Senats:

1. Der Verbotsantrag ist zulässig. Der Durchführung des Verfahrens steht weder ein Verstoß gegen das Gebot strikter Staatsfreiheit noch eine Verletzung des Grundsatzes des fairen Verfahrens entgegen. Der Antragsteller hat zur Überzeugung des Gerichts dargetan, dass alle V-Leute auf den Führungsebenen der NPD spätestens zum Zeitpunkt des Bekanntmachens der Absicht, einen Verbotsantrag zu stellen, abgeschaltet waren und eine informationsgewinnende Nachsorge unterblieben ist. Auch ist davon auszugehen, dass die Prozessstrategie der NPD nicht mit nachrichtendienstlichen Mitteln ausgespäht wurde und hinreichende Vorkehrungen getroffen worden sind, um im Rahmen der Beobachtung der NPD hierüber zufällig erlangte Erkenntnisse nicht zu deren Lasten zu verwenden.

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Der 'Fall Andrej Holm' - Aktenfunde belegen: er musste wissen, was er tat

von Fred Kowasch

11.01.2017
Es ist in diesen Tagen 25 Jahre her, da wurden die Stasi-Akten geöffnet. Da erhielten die Menschen, die in der DDR bespitzelt wurden, die Möglichkeit zu sehen: wer hat mich verpfiffen? Warum habe ich diesen Studienplatz nicht bekommen?? Weshalb war diese attraktive 'Lady' immer so interessiert an mir?!

BStU Holm 2Die Öffnung der Akten für alle - eine der zentralen Forderungen der (ost)deutschen Revolutionäre aus dem Herbst '89. Sie ist ohne Beispiel in der jüngeren Geschichte. Und sie sorgt bis heute noch, für - teils heftig geführte - Diskussionen.

Eine konnte man am 6. Januar in einer Volkshochschulaula im Prenzlauer Berg besichtigen. Der Andrang war so groß, dass nicht alle reinkamen. Boxen mussten vor dem Saal aufgestellt werden, um die Empörten - zumindest ein wenig - zu beruhigen.

Es ging um den 'Fall Andrej Holm'. Ein 46jähriger, dessen Berufung zum Berliner Staatssekretär Wohnen, der neuen Rot-Rot-Grünen Koalition die erste Zerreißprobe beschert. Es ging um seine Stasi-Vergangenheit und seinen späteren Umgang damit. 

Holm argumentiert, ihm sei nicht bewußt gewesen, dass er sich damals für eine Hauptamtliche Mitarbeit beim Ministerium für Staatssicherheit (MfS) beworben hätte. Da sprechen zumindest seine Akten - herausgegeben vom Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) - eine andere Sprache. Demnach war ihm durchaus bewusst auf wen - und auf was - er sich da einlässt. Und: Holm war zu diesem Zeitpunkt volljährig. Wer sich selbst ein Bild bilden möchte: die Robert-Havemann-Gesellschaft hat die BStU-Unterlagen zur Ansicht ins Netz gestellt

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"Danke Merkel": You-Tube Kommentare zu unserem Silvestervideo am Kölner Dom

Bix Beiderbecke vor 1 Tag
Bei 0:36 werden die Zettel aufgehoben. Wenn Raketen abgeschossen werden macht es mehr Dreck aber um den kümmert sich keiner, oder erst am Neujahrstag. Also am Reinlichkeitssinn kann's ja wohl nicht liegen? Kann mich wer aufklären?

interpool.tv vor 1 Tag
Auf den Vorgang angesprochen, meinte ein Polizeisprecher: dies wäre wohl eine Aktion von "rechtem Gesocks". Er konnte aber auch nicht sagen, was diese Sache denn nun so gefährlich macht ....



Petcar vor 1 Tag
Wenigsten noch ein paar Leute im Westen, die klar denken können. Danke für das Video. Aber wieder typisch. Polizei und Linksvertrahlte die die offene Meinungsäusserung schnell verschwinden lassen.

Bona Fide vor 3 Tagen
Super Aktion für die über 1.000 Frauen, welche zum Opfer und somit zu Geschädigten der Kölner Vorfälle wurden, denn nur totschweigen und eine Lichtershow als Ablenkungsmanöver zu veranstalten, schädigt sie noch mehr! ""DANKE", den vielen mutigen, jungen Frauen!

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"Das Jahr das uns die Freiheit nahm" - Ein Silvesterabend am Kölner Dom

von Fred Kowasch, Köln

Silvester 2016 vor dem Kölner Dom. Kurz nach Beginn der Lichtinstallation liegen plötzlich Zettel auf dem Steinfußboden. "Danke Merkel" und "Das Jahr dass uns die Freiheit nahm". Die umherstehenden Polizisten sind ratlos. Sie warten auf Anweisungen. Zunächst ist kein Funkverkehr möglich. Dann sammeln ein paar Eifrige die Zettel auf. Ein Polizist bedankt sich für die "Beweismittel". Eine halbe Stunde später ist der Platz fast menschenleer. Wo vorher noch Besucher mit bunter Kreide Schriftzüge auf dem Boden malten, ziehen jetzt Polizeimotoräder einsam ihre Kreise. Im Dom läuft der letzte Gottes- dienst des Jahres. Kölns neuer Polizeipräsident hat kurz vorher RTL noch ein Interview gegeben. Danach begleitet er die Oberbürgermeisterin zur Andacht.



Silvester 2016 am Kölner Dom. Ein Jahr nach den sexuellen Übergriffen überwiegend von Migranten und Asylbewerbern. Ein Ereignis, bei dem der Staat versagte. Diesmal ist er präsent. Mit Sperrgittern, Einlasskontrollen, Pyroverbot und Dutzenden Polizeistreifen. Der Platz vor dem Hauptbahnhof ist hell ausgeleuchtet, wird mit modernen Kameras überwacht. Gegen halb acht treffen sich dort ein paar arabisch aussehende Jugendliche. Sie begrüßen sich wie 'alte Bekannte'. Daneben protestiert eine Gruppe mit einem Transparent gegen die Abschiebung nach Afghanistan. Kaum einer bleibt stehen. Fast niemand fotografiert. Verteilt stehen Einsatzbullis, Zivilbeamte und Gruppen an Polizisten. Der Kreis 'alter Bekannter' macht sich unterdessen mit seinen Silvesterraketen auf den Weg. Ich auch. Was soll hier heute noch passieren?!

Wie man sich irren kann. Kurz vor Mitternacht versammeln sich am Kölner Hauptbahnhof - laut Polizei - etwa 1000 Menschen aus dem nordafrikanischen Bereich. Sie sollen sich via Handys verabredet haben. Die Beamten kontrollieren 650 von ihnen, sprechen 190 Platzverweise aus. (update, 13.01.2017)
Nach Angaben der Kölner Polizei konnten bei 425 der kontrollierten Personen die Nationalität festgestellt werden. Unter Ihnen waren 99 Iraker, 94 Syrer, 48 Afghanen und 46 Deutsche. 17 waren Marokkaner und 13 Algerier.

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Toribío in Kolumbien: Ein Ort zwischen allen Fronten

Toribío war der meist umkämpfte Ort im kolumbianischen Bürgerkrieg. Er überlebte, weil seine Bewohner eine Bürgerwache aufstellten. Nur mit Holzstöcken ausgerüstet, wehrten sie sich gegen die Armee und die Guerilla. Nun steht Kolumbien kurz vor einem Friedensschluss. Aber nach Frieden fühlt es sich in Toribío noch immer nicht an.

Toribío Polizisten in Toribío, Foto Lichterbeck (1)Von Philipp Lichterbeck, Toribío

Gabriel Pavi hat wieder eine Morddrohung erhalten. „Fette Ratte“ und „dreifacher Hurensohn“ wird er in dem Schreiben genannt. „Dein Leben ist in unseren Händen!“ Unterzeichnet ist die Drohung von den Aguilas Negras – Schwarze Adler. So nennt sich eine rechte paramilitärische Organisation, die im Auftrag von Großgrundbesitzern agiert und in Kolumbien für ihre Brutalität berüchtigt ist. Rund 70 Menschen haben Gruppen wie die Aguilas Negras in diesem Jahr in Kolumbien schon umgebracht. Die Opfer: Menschenrechtler, Umweltaktivisten, Bauernführer. Menschen wie Gabriel Pavi.

Pavi heftet das Schreiben zu den anderen Morddrohungen, die dieses Jahr im Sitz der indigenen Selbstverwaltung im kolumbianischen Bergdorf Toribío eingetroffen sind. Zwei stammen von den Aguilas Negras, die vor der Besetzung von Zuckerrohrplantage warnen. Eine andere, per Hand verfasste Drohung kommt von Anhängern der linken Farc-Guerilla. Sie besagt, dass am Dorfplatz Explosivstoffe in die Luft fliegen könnten – warum wird nicht ganz klar. Ein weiteres Schreiben stammt von der „Sechsten Front“ der Farc-Guerilla selbst. Eine Kollegin von Pavi wird darin zum „militärischen Ziel“ erklärt, weil sie mit dem Staat kooperiere.

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Im Wortlaut: Die Bankrotterklärung des 'netzwerk recherche'

"Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

am Ende des Jahres bin ich ratlos. Denn es faellt mir wirklich schwer, zu erkennen, was nun im Rueckblick das wichtigste war im Journalismus. Worauf kommt es wirklich an in unserer Zeit, wo stehen wir. Dabei ist genau das doch tagein tagaus unsere Aufgabe: immer zu sagen, was das wichtigste ist und war.

Am Montagabend, als ein LKW in den Weihnachtsmarkt raste und zwoelf Menschen mit sich riss, ist es den Medien relativ gut gelungen - zu sagen, was war.  Weil sie naemlich auch gesagt haben, was sie nicht wissen. Jede Krisenlage, jeder Grosseinsatz, jeder Anschlag ist eine Herausforderung fuer unsere Glaubwuerdigkeit.

Wir sind in einer Phase, in der wir uns viel mit unserem Beruf und dessen Bedeutung beschaeftigen. Denn uns wird ein Spiegel vor Augen gehalten, in dem wir uns allerdings nicht wiedererkennen moegen. Die Luegenpresse, das sind wir doch gar nicht! Aber der Begriff klebt seit nunmehr einigen Jahren an uns und verfolgt uns auf Schritt und Tritt. Vielleicht weniger, weil er uns immer wieder neu entgegengehalten wird, sondern weil wir selbst nicht aufhoeren, uns mit ihm zu beschaeftigen - zurecht! Weil wir nicht aufhoeren, uns den Kopf darueber zu zerbrechen, wie wir das Vertrauen der Leser, Zuschauer und Hoerer wieder zurueckgewinnen koennen. Wie wir wieder "glaubwuerdig" werden - denn wir sind uns doch ziemlich sicher, dass wir doch vor allem: glaubwuerdig sind!

Haette die Tagesschau ueber den mutmasslichen Vergewaltiger aus Freiburg berichten muessen, eben weil er ein Fluechtling ist? Oder hat die Tagesschau zu Recht nicht berichtet, weil es nur einer von vielen vergleichbaren Faellen war, dieses Mal eben der eines Fluechtlings. Die Tagesschau hat sich dazu ausfuehrlich und mehrfach erklaert. Aber sie kann vermutlich erklaeren, was sie will. Sie wird diejenigen, die davon ueberzeugt sind, dass hier absichtlich totgeschwiegen werden sollte, im Leben nicht ueberzeugen.

Wir werden die Menschen, die uns Journalisten verachten, derzeit nicht erreichen - auch mit Engelszungen nicht. Tatsaechlich gibt es wenig gesellschaftliche Beruehrungspunkte zwischen uns und denjenigen, die sich von uns abgewendet haben. In unserer journalistischen Blase und Mediengesellschaft sind wir doch meist weit weg von Wutbuergern, sogar von ganz normalen Buergern. Wahrscheinlich waren es auch nicht die Wutbuerger allein, die den ersten Schritt zur Distanz gemacht haben, sondern auch die Journalisten selbst.

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Medien: ARD und ZDF - Olympia-Aus als Chance? (Zapp, NDR)

von Fred Kowasch

Sport im TV ist Unterhaltung. Die Sportschau: Massenbespaßung. Ihre Moderatoren haben mit Journalismus nicht viel gemein. Dies gilt auch für zahlreiche Kommentatoren, Redakteure und Sportchefs. Bei ARD und ZDF. Die Vereinsschals ihrer Bundesligisten zieren - nicht selten - das eigene Büro. Kritischer Sportjournalismus ist da fehl am Platz. Eine Sendung wie 'Sport inside' vom WDR auch. Rein in die ARD? Auf einen Prime-Time-Sendeplatz? Oder weiter so 'wursteln' wie bisher? Diese Diskussion ist längst überfällig. Der Film des Medienmagazins ZAPP stößt sie an ....

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Sport inside: Ein Haufen Merkwürdigkeiten (Online-Video, 11.12.2016)

fancy bearsSport inside - 11.12.2016 - 22:15 Uhr - WDR

Mit der Veröffentlichung von TUE’s - durch Hacker von 'Fancy Bears' im Internet - ist die Praxis der medizinischen Ausnahmegenehmigungen für Spitzensportler in die Kritik geraten.

Im Fokus: Olympiasieger im Tennis und im Turnen, Weltmeister in der Leichtathletik, Tour de France-Gewinner. 

Die veröffentlichten Dokumente zeigen: TUE’s werden inflationär ausgestellt, intransparent gehandhabt und gelten als medizinisch fragwürdig. Mit ihnen verbindet sich auch - zumindest im Profiradsport - eine jahrzehntelange Dopinggeschichte.

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Rio de Janeiro: Die Party ist vorbei

von Philipp Lichterbeck, Rio de Janeiro 

Kein halbes Jahr nach den Olympischen Spielen versinkt Rio de Janeiro in einer tiefen Krise. Die Stadt wird von politischem Chaos, Drogenkrieg und Straßenkriminalität heimgesucht. Und dann wird auch noch der Gouverneur verhaftet, der für die Planung von Fußball-WM und Olympia verantwortlich war.

Paloma Gonçalves vermietet im Zentrum von Rio de Janeiro ein kleines Apartment. Es liegt im bei Touristen beliebten Stadtteil Santa Teresa. Aber seit einigen Tagen erhält sie nur noch Stornierungen für schon gebuchte Aufenthalte. rio bei tag
„Der Krieg ist wieder da“, sagt sie. „Die Leute fürchten sich. Es ist wie früher.“ Den Krieg kann Gonçalves von ihrer Terrasse aus sehen und hören. Die 37-Jährige Kunstlehrerin blickt direkt auf die Favela Morro da Coroa, 250 Meter Luftlinie entfernt. 

Vor einigen Wochen eroberte die größte Drogenmafia Rios, das Comando Vermelho (CV), die Favela in einer mehrstündigen Schlacht. Sie vertrieb die Amigos dos Amigos (ADA), die zweitgrößte Gang der Stadt. „Ein Wochenende lang wurde geschossen, mit großkalibrigen Waffen“, erinnert sich Gonçalves. „Ich verbrachte die ganze Zeit in meiner Wohnung, auf den Boden gekauert.“ So wie es auch die Bewohner der Favela aus Angst vor Querschlägern tun. „Seit Jahren habe ich so etwas nicht mehr erlebt.“ 

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Video-Tipp: Trump und die Journalisten (Zapp, NDR)

Sind dass Zeiten. Mit einer deutlichen Klatsche für die ach so unabhängigen Medien. Nicht nur, dass sie im Vorfeld fast einstimmig Wahlempfehlungen ausgaben. Manch einer erklärte - eine gewisse Hillary Clinton - schon vorab zur neuen US-Präsidentin, obwohl die Stimmenauszählung noch gar nicht abgeschlossen war. Immer mehr bestimmt im Journalismus der persönliche Wunsch die Inhalte der Berichterstattung. Es ist eine eigene Blase, ein Kokon, in dem sich heute viele Medienvertreter bewegen. Abgeschottet von der Wirklichkeit. Kein Wunder, wenn dann so ein Mist heraus kommt, die Glaubwürdigkeit auf der Strecke bleibt ....

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Im Kino: Magnus (Dokumentarfilm)

Momentan läuft in New York um 19 Uhr die Schach-WM. Der amtierende Titelträger Magnus Carlsen spielt dabei gegen seinen Herausforderer Sergej Karjarkin. Angesetzt sind zwölf Partien. Wer als erster 6,5 Punkte hat, ist der neue Schach-Weltmeister. interpool.tv wird über dieses Duell LIVE berichten. Wer in diesen Tagen nicht genug vom Schach bekommen kann, dem sei die folgende Dokumentation empfohlen, die gerade auch in deutschen Kinos läuft.

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Chemie gegen Lok: Derbytime

Es ist eines der brisantesten Derbys in Deutschland überhaupt. Chemie Leipzig gegen Lokomotive Leipzig. Wer die Matches in den 80er Jahren in der DDR erlebt hat, weiss von sportlich ungleichen Duellen zu berichten. Hier der Fußball-Zweitligist aus Leutzsch, dort die im Europacup spielende Truppe aus Probstheida. Unter den Fans kam es oft zu Gewalt. Sachbeschädigungen am Rande der Matches waren die Regel. Chemie gegen Lok - das ist ostdeutsche Fußball-Legende.

Am Sonntag ist es wieder so weit. Diesmal steigt das brisante Derby im restlos ausverkauften Alfred-Kunze-Sportpark in Leutzsch. Im Vorfeld machte vor allem die Hools-Szene von LOK sichtbar mobil. So 'besuchten' gut 80 von ihnen den Stehplatzbereich des Lokalrivalen Chemie. Dort riefen sie: "Wir sind die Krieger, wir sind die Fans - Lokomotive Hooligans". Mehr Provokation geht nicht. Die Polizei ist in Alarmbereitschaft. Hat für Sonntag - das Spiel wird ab 13 Uhr vom mdr LIVE übertragen - ein Sperrgebiet um das Stadion verhängt. Ein Fanmarsch wurde abgesagt, 150 Lok-Hools mit Meldeauflagen belegt.


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Im Wortlaut: Protokolle der Kölner Silvesternacht

„Wir sind in dieser Nacht von ca. sieben Männern, die untereinander Arabisch geredet hatten, bedrängt worden. Wir wurden an die Wand gedrückt und zwischen den Beinen, an den Brüsten und am Kopf betatscht. Einer dieser Männer fasst mir zwischen die Beine, leckte sich seine Finger danach ab und versuchte dann, mir diesen Finger in den Mund zu stecken. Als wir uns wehrten, wurden wir auf das Übelste beschimpft und brutaler angefasst. Wir haben uns losgerissen und sind Richtung Breslauer Platz gelaufen. Diese Männer liefen uns nach, im Bereich des Kreisverkehrs standen an der Ecke zwei Polizisten. Beide Beamte sahen uns und auch klar und deutlich diese Täter. Wir sprachen die Beamten an, dass wir Hilfe benötigten und versuchten alles in der Hektik zu schildern. Der eine Polizist ließ uns nicht ausreden, der andere drehte sich in Richtung Rheinufer und tat so, als ob er da etwas Wichtiges zu schauen hätte. Uns wurde dann erklärt, wir sollten uns beruhigen, es sei sicherlich nicht so schlimm gewesen. Sie könnten uns nur raten, da nicht mehr hineinzugehen, sie würden es auch nicht tun. Meine Freundin schrie den Beamten an, dass es da drin brutal zuging. Er ermahnte uns, mit ihm anständig zu reden. Es kamen noch andere Frauen herbei und wir waren uns alle einig, beide Beamte wollten oder durften nichts unternehmen. Es wäre sicherlich einfach gewesen, als wir auf beide zuliefen und um Hilfe riefen, sofort einen der Täter, der dicht hinter uns war, festzuhalten. Die Beamten taten das nicht.“

„Wir sind mit einer Gruppe von Frauen an der Wand entlang in Richtung Bahnhof gegangen. Wir haben dann zwei Polizisten angetroffen und ihnen erzählt, was pas­siert ist und ob sie uns helfen könnten. Einer von den Polizisten sagte: Geht weiter und fahrt nach Hause, ich kann euch nicht helfen.“


„Wir sind dann in Richtung des Domes gegangen, da wir dachten, dass dort mehr Polizei sei und wir sicherer wären. Aber auch dort wurde unkontrolliert mit Raketen geschossen, Polizei haben wir gar nicht gesehen. Auch dann haben immer wieder Gruppen von Männern versucht uns einzukesseln. Wir sind dann um die Ecke gegangen und sind dort auf einen leeren Streifenwagen gestoßen. Nach etwa fünf Minuten kamen vier Polizisten, zwei Männer und zwei Frauen. Die sind in den Streifenwagen eingestiegen und weggefahren…“

„Unmittelbar nach dem Feuerwerk wollten wir über den Domplatz die Domtreppen wieder hinunter zum Bahnhof. Dort stießen wir auf eine riesige Menge von nordafri­kanischen Männern, die offenbar von einer Gruppe vermummter Polizisten aufge­halten worden sind ... Wir haben uns durch die Menge durchgekämpft und sind zu einem Polizisten gelangt. Wir haben ihn um Hilfe gebeten, er hat uns aber zurück in die Menge geschoben ... Ich gelangte dann zu einer Polizistin, die ich um Hilfe ge­beten habe. Sie war noch pampiger als der erste Kollege und hat uns ebenfalls zu­rück in die Menge geschickt. Uns wurde das Gefühl gegeben, dass man als Frau nichts wert sei und dass man angefasst werden konnte, wie es den Männern gefallen hat. Man fühlte sich absolut wehrlos."

„Meine Freundin hat dann einen Polizisten angesprochen, der vor diesem Ausgang stand. Ich habe ihm geschildert, was mir passiert ist und habe ihm auch die Männer gezeigt, denn sie waren noch vor Ort. Sie machten nicht den Ein­druck, dass sie nun auf der Flucht wären, im Gegenteil: Die Gruppe der Männer hat hinter dem Eingang immer weitergemacht und auch andere Leute belästigt. Und dies alles unter den Augen des Polizisten. Deshalb habe ich den Polizisten aufgefordert hier einzugreifen, was er allerdings nicht getan hat. Er sagte zu mir persönlich: ‚Da kann ich nichts machen‘.“

Quelle: Prof. Rudolf Egg, Stellungsnahme für den Parlamentarischen Untersuchungsausschuss in NRW (Silvesterübergriffe Köln)

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'Sachsen-Bashing'? - Behördenversagen als jahrelange Tradition

Oktober 2016
'Sachsen-Bashing' ist gerade sehr aktuell. Ob es um das Verunglimpfen wütender Bürger geht, die am 'Tag der Einheit' in Dresden von ihrem Recht auf Meinungsfreiheit Gebrauch gemacht haben. Oder um Behörden, die einen Top-Terroristen erst nicht fassen, dann nicht am Leben halten können.

barSächsische Behörden standen in den letzten Jahren oft im Zwielicht. Dabei ging es nicht selten auch um die fehlende Unabhängigkeit der Justiz. Erinnert sei an die Rechtsbeugung des sächsischen Generalstaatsanwaltes in Bezug auf Ermittlungen im Fall Biedenkopf 1999. Oder, dass Zeugen und Journalisten vor Gericht gestellt wurden, weil die Behörden eine unappetitliche Affäre abwürgen wollten. Die 'Sachsen-Affäre'.

Im Mai 2007 wurden die Verfassungsschutzakten dazu in Teilen öffentlich. Danach gab es viel öffentliche Aufregung, zwei Untersuchungsausschüsse beschäftigten sich damit'. 

interpool.tv hat im Juli 2007 Akten zur sogenannten 'Sachsensumpf-Affäre' publiziert. 

In den Akten geht es unter anderem um den "Verrat strafprozessualer Maßnahmen", "Besitz von Kinderpornographie" und "Erkenntnisse zu Verbindungen der Leipziger Stadtverwaltung zur Rotlichtszene". Dies sind 'Akten der Zeitgeschichte', die unser Einschätzung nach an die Öffentlichkeit gehören. Sie hat ein Anspruch darauf, die viel zitierten Akten auch im Originaltext zu lesen.

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Auf Wiedervorlage: Die Akten der 'Sachsensumpf'-Affäre

Aktenabschrift


GEHEIM

amtlich geheimgehalten
Quellenschutz
Dresden, 14.07.2006
AG Abwicklung OK

VERMERK

1. Vorbemerkung

Die nachfolgend dargestellten Erkenntnisse wurden durch drei unterschiedliche Hinweisgeber gewonnen.
Diese Personen haben ihre Informationen unabhängig voneinander an das LfV Sachsen übermittelt.
Die Angaben werden von der Fallführung und der Unterzeichnenden als glaubwürdig eingeschätzt.

Weitere Ermittlungen durch das LfV Sachsen zu den nachfolgend geschilderten Sachverhalten sind seit dem 28.05.2006 nicht mehr möglich (Wegfall der OK-Zuständigkeit und Auflösung des OK-Referates).

Die dargestellten Erkenntnisse sind dem LfV Sachsen, Referat 33 (alt), zwischen April 2005 und Mitte Juli 2005 bekannt geworden.
Damit wurden sämtliche Informationen vor dem Urteil des SächsVGH erhoben.

Die unter Punkt 2.1 bis 2.5 sowie 4.2 aufgeführten Hinweise wurden dem LfV Sachsen im April und Mai 2005 bekannt.
Eine ausführliche schriftliche Dokumentation erfolgte jedoch erst am 24.05.2006.

Aus Angst vor .....s Kontakten zu einflußreichen Persöhnlichkeiten aus Justiz, Polizei und Politik sowie dessen Verbindungen ins Leipziger Rotlichtmillieu bestand der Hinweisgeber darauf, dass von seinen Angaben keinerlei Niederschriften gefertigt werden, keine Verwertung erfolgt und ihm absolute Vertraulichkeit zugesichert wird.
Dies wurde dem Hinweisgeber im April/Mai 2005 garantiert.
Zwischenzeitlich besteht der Hinweisgeber nicht mehr auf einem Verwertungsverbot, sondern lediglich auf auf einer Zusicherung der Vertraulichkeit und der Geheimhaltung seiner Identität.
Als Erklärung für seine Entscheidung gab er auf Nachfrage an, dass sein Gerechtigkeitsempfinden nunmehr seine Ängste überwiegt.

Er betonte aber ausdrücklich, dass er niemals mit dem LfV Sachsen in Verbindung gebracht werden möchte. 
Der Hinweisgeber ist nicht an möglichen strafbaren Handlungen .....s beteiligt gewesen.

Die unter Punkt 2.6 bis 4.1 aufgeführten Hinweise sind dem LfV Sachsen im Mai bis Mitte Juli 2005 bekannt geworden.
Eine Verwendung der Erkenntnisse für die Zwecke der Strafverfolgung kann nur mit einer entsprechenden Vertraulichkeitszusage erfolgen.

GEHEIM
amtlich geheimgehalten

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Im Wortlaut: Wenn 'Autonome' die Polizei holen

"Ein Schritt vor, zwei zurück

Während im Sommer 2015 am Münchner Hauptbahnhof Bürger_innen Kuchen und Kuscheltiere an ankommende Geflüchtete verteilten, besann sich der sächsische Mob der neunziger Jahre und machte verbale und körperliche Übergriffe auf Migrant_innen und deren Unterkünfte wieder zur Normalität. Als Konsequenz dieser Entwicklungen beschloss das Conne Island-Plenum, sich der „Welle der Willkommenskultur“ anzuschließen und den Laden aktiv für Geflüchtete zu öffnen, für deren Teilhabe zu werben und ihnen das kulturelle Angebot für den Spendenbeitrag von 50 Cent zur Verfügung zu stellen. Außerdem fassten integrative Projekte im Conne Island Fuß, wie zum Beispiel Skateboard- und Fahrradselbsthilfeworkshops oder Deutschkurse. Das fühlte sich gut an – schließlich wollten wir nicht hinter der sich vor Hilfsbereitschaft überschlagenden Zivilgesellschaft zurückstehen. In dem Gefühl, das Richtige zu tun und den Legidist_innen und ähnlichem Volk irgendwie etwas entgegenzusetzen, bestand kurzweilig eine große Sorge des Plenums darin, nicht schnell genug möglichst vielen Geflüchteten das Angebot publik machen zu können. Daher blendeten wir übergangsweise aus, dass insbesondere der quasi kostenlose Eintritt zu allen Veranstaltungen auch diverse Fallstricke barg.
Gemeinsam zu feiern und im Zuge dessen wie von selbst eine Integration junger Geflüchteter im Conne Island zu erreichen, stellte sich als recht naiver Plan heraus. Es reichte eben nicht aus, mehrsprachige Poster mit Hinweisen zu richtigem Verhalten auf Partys aufzuhängen. Vielmehr schien es, als müssten wir mehr Aufwand betreiben, um die Grundsätze des Ladens zu erläutern und etwaige Möglichkeiten der Partizipation vorzustellen.
Da diese Einsicht reichlich spät kam, hatten wir seither einige Auseinandersetzungen und brenzlige Situationen auszustehen.  

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Im Interview: Tatjana Festerling (Ex-Pegida und OB-Kandidatin Dresden)

Aktuell arbeiten wir an unserem Film 'Inside Hogesa'. In dieser Langzeitdokumentation wollen wir einen - bisher einmaligen Blick - in die Szene geben. Und zeigen, wie es möglich war, dass die 'Hooligans gegen Salafisten' diese Wirkung erzielen konnten. In diesem Zusammenhang führen wir Gespräche und Interviews mit relevanten Protagonisten. Nach fast zwei Jahren ist es uns nun gelungen, mit Tatjana Festerling zu sprechen. In Teil 1 des Gespräches, dass wir am 08. Oktober 2016 in Dortmund am Rande der Kundgebung des Vereins 'Gemeinsam Stark' führten, äußert sich die ehemalige Pegida-Frontfrau über ihre Nähe zu den Hooligans.



Weitere Teile des Interviews werden im Zusammenhang mit der Dokumentation 'Inside Hogesa' veröffentlicht.

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Im Interview: Tatjana Festerling (Ex-Pegida und OB-Kandidatin Dresden)

Aktuell arbeiten wir an unserem Film 'Inside Hogesa'. In dieser Langzeitdokumentation wollen wir einen - bisher einmaligen Blick - in die Szene geben. Und zeigen, wie es möglich war, dass die 'Hooligans gegen Salafisten' diese Wirkung erzielen konnten. In diesem Zusammenhang führen wir Gespräche und Interviews mit relevanten Protagonisten. Nach fast zwei Jahren ist es uns nun gelungen, mit Tatjana Festerling zu sprechen. In Teil 1 des Gespräches, dass wir am 08. Oktober 2016 in Dortmund am Rande der Kundgebung des Vereins 'Gemeinsam Stark' führten, äußert sich die ehemalige Pegida-Frontfrau über ihre Nähe zu den Hooligans.



Weitere Teile des Interviews werden im Zusammenhang mit der Dokumentation 'Inside Hogesa' veröffentlicht.

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sport inside (WDR): Vom Umgang mit einem Ungeliebten

VIDEO ON DEMAND: SPORT INSIDE - 18.09.2016 - WDR 

Warum das Schicksal von Leichtathletik-Trainer Hansjörg Kofink auch nach 40 Jahren noch aktuell ist

Hansjörg Kofink:
„Es gab nie eine Anerkennung. Zwischen dem DLV und mir ist absolute Funkstille. Bis auf den heutigen Tag.“

prokop"Der ehemalige DLV-Präsident Helmut Digel lehnt es bis heute ab, öffentlich über Hansjörg Kofink zu reden. Der gleiche Helmut Digel, der jahrelang im Präsidium des Leichtathletikweltverbandes saß, aber augenscheinlich wenig unternahm, um das grassierende Doping und die Korruption einzudämmen. 

Vor einer Woche in der Hauptstadt, am Brandenburger Tor. Auch der aktuelle Präsident Clemens Prokop möchte zur ‚Causa Kofink' lieber nichts sagen. Uns gegenüber heißt es: Terminprobleme. 

Prokop, einer der Funktionäre, die sonst - etwa in der russischen Doping-Affäre - gerne ihre Antidopinghaltung hervorheben, schweigt bei uns lieber. Dabei hätten wir ihn gerne gefragt, auch zur Doping-Vergangenheit von Verbandstrainern. Denn anders als Kofink darf er sogar noch bei den Olympischen Spielen in Rio das DLV-Emblem tragen: Werner Goldmann." (Text WDR, Auszug aus dem Film)

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Klare Kante: Warum Horst Seehofer Recht hat ....

von Fred Kowasch

Mitte September 2016
Hat jemand wie Horst Seehofer Unrecht, weil er Horst Seehofer ist? Von der CSU kommt? Sein Vorschlag ARD und ZDF zusammenzulegen, ist zeitgemäß. Ihn muß man diskutieren! Kommen die Öffentlich-Rechtlichen Sender ihren Programmauftrag doch nur noch in Teilen nach. Haben die horrenden Ausgaben für Sportrechte längst die Schmerzgrenze erreicht. Dazu kommen Unsummen an Intendantengehältern, Ausgaben für Talk-Shows, die Beschäftigung sogenannter Sportexperten und Moderatoren. Ein rätselhaftes Dickicht, dass sich gegen Transparenz wehrt.


Es ist eine wahre Geschichte aus 'goldenen' Zeiten des deutschen Tennissportes. Von Kollegen mit funkelnden Augen gern beim Bier erzählt. Im kalten deutschen Winter, immer dann wenn die 'Australien Open' anstanden, packten ein paar Sport'journalisten' ihre Köfferchen und jetteten - selbstverständlich Erste Klasse - nach 'Down Under'. Es waren die 'goldenen Zeiten' von Steffi Graf und Boris Becker. Anschließend hingen die WDR-Mitarbeiter noch ein paar Urlaubstage unter australischer Sonne dran. 

Heute käme das in der Öffentlichkeit sicher nicht mehr so gut an. ARD und ZDF stehen unter Legitimationszwang. Viele Gebührenzahler haben schlicht den 'Kanal voll' von Fußball, Fußball, Fußball. Sie können es auch nicht begreifen, warum zu Olympia, zur Fußball-WM und EM, zur Leichtathletik-WM und EM jeweils zwei verschiedene Sportredaktionen um die halbe Welt fliegen müssen. Journalistisch macht dies keinen Sinn.

Sie können es auch nicht verstehen, warum  sich ARD und ZDF - für ein paar flapsige Bemerkungen, in der Regel leicht 'dahergerotzt' - zum Beispiel Experten wie Mehmet Scholl und Oliver Kahn halten. Ausgestattet mit nicht bekannten Beträgen, über deren Höhe munter spekuliert wird. Warum ist es so schwer, diese Gelder öffentlich zu machen? Oder auf diese Experten zu verzichten?! Sportjournalisten sollten die Analyse eines Fußballspieles noch von allein gelingen. Es gehört ja schließlich zu ihrem Job.

Wie soll man selbst noch glaubwürdig Behörden 'in die Mangel nehmen'
- nach Einsicht und Auskunft in interne Unterlagen verlangen -
wenn der eigene Sender einer Transparenz so ungenügend nachkommt?
Das ist ein klares Problem.
Vor allem im investigativen Journalismus. 

Der bei ARD und ZDF aktuell auf dem Zahnfleisch geht. Wo sind sie denn, die kritischen Filme zur mehr als seltsamen Amtsausübung des Bundesjustizministers? Wo die Hintergrundberichte, die das Amtsverständnis der Bundeskanzlerin analysieren? Den Grundgesetzbruch des BND zum Thema haben? "HALLO?!": Sendet 'Frontal 21' (ZDF) überhaupt noch?

Vor vier Jahren machte der Begriff "Demokratie-Abgabe'" von Jörg Schönenborn öffentlich die Runde. Damit wollte der damalige WDR-Chefredakteur die GEZ-Gebühr legitimieren. Heute lacht man im Sender über sein Wortspiel nur noch. Es ist Zeit, dass sich etwas ändert!

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WADA-Leaks IV: Farah, Mohamed - Cseh, Laszlo - Nadal, Rafael ....

20.09.2016 
Die nächsten prominenten Namen. Olympiasieger, Weltmeister, Sport-Stars.
Wieder Ausnahmegenehmigungen für verbotene Medikamente. Die Diskussion ist im vollen Gange. 


Nachdem die Hackergruppe 'Fancy Bear' am Dienstag vor einer Woche zum ersten Mal interne WADA-Dokumente - unter anderem von den Williams-Schwester (Tennis), der mehrfachen Rio-Goldmedaillengewinnerin Simone Biles (Turnen) und der Basketballspielerin Elena Delle Donne veröffentlich hatte - wurde nun mehrfach 'nachgelegt'. Neben prominenten Namen wie Chris Froome, Bradley Wiggins (beide Radsport) und Petra Kvitova (Tennis) wurden auch die Daten von fünf deutschen Spitzensportlern veröffentlicht. Unter Ihnen der Weltmeister und Olympiasieger Robert Harting (Diskuswurf) und die Speerwerferin Christina Obergföll. Bei den Unterlagen - deren Echtheit die Weltantidopingagentur WADA bestätigt hat -  handelt es sich nicht um regulär positive Dopingproben. Im Wesentlichen geht aus ihnen hervor, welcher Spitzensportler welche - an sich verbotenen - Mediakamente legal einnehmen darf. Die Praxis der sogenannten Ausnahmegenehmigungen ist seit Jahren umstritten. Nicht zuletzt auch, weil der mehrfache Tour de France Sieger Lance Armstrong und zahlreiche Radprofis von 'Team Telekom' mit solche Ausnahmegenehmigungen fuhren. Und reales Doping damit aktiv verschleierten.Farah Mo

Quelle: http://fancybear.net/pages/4.html

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Klare Kante: AFD - Gekommen, um zu bleiben

Ein Kommentar von Fred Kowasch 

Die AfD erinnert an die Grünen in ihren besten Tagen. Eine Provokation hier, eine Grenzüberschreitung da - die Vertreter der 'Alternative für Deutschland' mischen die deutsche Politikszene auf. Am Sonntag hat es bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sogar zu einem Platz vor der CDU gereicht. 

Aus dem Stand mitten ins Herz von Merkels Kernland. Bekanntlich hat die realitätsenthobene Bundeskanzlerin - Stichwort "Wir schaffen das" - hier ihren Wahlkreis. Auf 'MeckPom' wird Berlin folgen. Im Frühjahr geht es dann in NRW weiter. Dort hat die SPD und ihr Umfeld bereits jetzt schon die Hosen voll. Das bekommt man mit, wenn man im Ruhrpott mal auf einer Gewerkschaftsveranstaltung war. 

Im Herbst 2017 steht dann der Einzug in den Reichstag an. Wer soll der AfD diesen Coup noch nehmen?! Sie selbst? Angela Merkels neue Politik? Oder irgendwelche dunklen Gestalten? Die Nachts um AfD-Büros schleichen, Adresslisten veröffentlichen, Parteimitglieder zu Hause mit bunter Farbe 'outen'. Wie einfältig seid ihr eigentlich?!

Die Afd ist gekommen. Gekommen, um zu bleiben. Die kriegt ihr, liebe Feierabend-Aktivisten, mit euren überkommenen Methoden nicht mehr weg. So lange, diese Politik - so ist wie sie ist - so lange bleiben Wut, Ohnmacht und Verachtung bestehen. Und das gilt schon lange nicht mehr nur für das direkte Umfeld der rechtspopulistischen Partei.

Das Problem steht nicht rechts oder links. Das Problem sitzt ganz oben. Nur wenn ihr das begriffen habt, wird sich wirklich etwas ändern.

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Im Kino: Lotte (Spielfilm)

Schöne, eigensinnige Lady hopst von Bett zu Bett. Von Mann zu Mann. Von Wohnung zu Wohnung. Bis sich ein junges Mädchen an ihre Fersen heftet, ihr nicht mehr von der Seite weicht. Es entwickelt sich eine spannende Beziehung. On the Road durch die Berliner Nacht. Sehr sehenswerter Spielfilm, der durch seine glänzend spielenden Haupdarstellerinnen (Karin Hanczewski, Zita Aretz) besticht. Mit 75 Minuten nur leider etwas zu kurz geraten ist.

Hier mal kein Trailer (weil der zu viel verrät), sondern ein klassischer Filmausschnitt ....

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